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Texas Capital Bancshares Aktie: Gebühren als Gewinntreiber

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 00:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Texas Capital übertraf im dritten Quartal die Gewinnschätzungen; höhere Gebühreneinnahmen und eine angehobene Umsatzprognose prägten den Bericht.
Modernes Bankinterieur in atmosphärischer Beleuchtung als Symbol für Finanzdienstleistungen und Ertragswachstum. Illustration mit AI erstellt.

Texas Capital hat im dritten Quartal die Erwartungen klar übertroffen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,35 Dollar, Analysten hatten mit 1,96 Dollar gerechnet. CEO Rob Holmes sprach vom "vollständigsten Quartal der Firmengeschichte".

Der Umsatz erreichte 356,6 Millionen Dollar und lag rund 5 Prozent über dem Konsens. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 93,02 Dollar, ein Plus von gut 2 Prozent, und legte nachbörslich leicht zu.

Provisionsgeschäft wächst schneller als die Bilanz

Der Zinsüberschuss markierte mit 275,0 Millionen Dollar einen Höchstwert. Die Zinsmarge stieg gegenüber dem Vorquartal um 16 Basispunkte auf 3,44 Prozent, blieb aber leicht unter dem Vorjahreswert.

Stärker fiel das Gebührengeschäft aus. Die zinsunabhängigen Erträge sprangen auf einen Rekord von 81,6 Millionen Dollar und machen nun 23 Prozent der Erlöse aus, nach 20 Prozent vor einem Jahr. Investmentbanking und Handel steuerten mit 46,7 Millionen Dollar das dritte Rekordquartal in Folge bei. Auch Zahlungsverkehrsdienste und Vermögensverwaltung wuchsen zweistellig.

Bilanz im Umbau, Kreditqualität unter Beobachtung

Die Bank schichtet ihr Kreditbuch um. Firmenkredite legten im Jahresvergleich um 13 Prozent zu, Gewerbeimmobilien- und Hypothekenfinanzierungen schrumpften. Die Bilanzsumme sank im Quartal um 5 Prozent auf 32,3 Milliarden Dollar. Zugleich halbierte das Institut seine Abhängigkeit von vermittelten Einlagen.

Ein Wermutstropfen bleibt die Kreditqualität. Die als kritisch eingestuften Kredite stiegen auf 782,4 Millionen Dollar, nach 696,3 Millionen Dollar im Vorquartal. Die Risikovorsorge lag bei 17,0 Millionen Dollar, die Nettoabschreibungen bei 14,5 Millionen Dollar. Das Management hält dies für normal. Nach GAAP sank der Gewinn je Aktie auf 2,28 Dollar, weil Restrukturierungskosten anfielen.

Kapitalrückgabe und Prognose

Die harte Kernkapitalquote liegt bei 12,2 Prozent, deutlich über dem internen Mindestziel von 11 Prozent. Im Quartal kaufte die Bank gut eine Million eigene Aktien für 103 Millionen Dollar zurück. Seit dem 20. Oktober gilt ein neues Programm über bis zu 200 Millionen Dollar, das bis Ende Oktober 2027 läuft. Die Quartalsdividende beträgt 0,20 Dollar je Aktie und wird am 15. Dezember 2026 an Aktionäre mit Stichtag 1. Dezember gezahlt.

Die Umsatzprognose für 2026 hebt das Management auf ein hohes einstelliges Wachstum an. Die Kosten sollen allerdings mittel bis hoch einstellig steigen, nach zuvor mittel einstellig. Der Vorstand investiert weiter in Berater und Technologie und sieht sich dabei noch am Anfang. Die Prognose unterstellt eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Dezember.

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