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Teva Aktie: Neue Daten aus der Psychiatrie-Pipeline

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 22:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Teva präsentiert neue Versorgungsdaten zu drei Psychiatriepräparaten; für TEV-'749 steht im vierten Quartal 2026 eine FDA-Entscheidung an.

Teva Aktie: Psychiatrie-Daten stärken Pipeline und Zulassungschancen
Moderne klinische Forschungsumgebung in einem Labor, die medizinische Innovation und wissenschaftlichen Fortschritt symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Drei Studienpakete, ein gemeinsamer Nenner: Teva rückt seine Neuroscience-Sparte in den Vordergrund. Auf dem Psych Congress in New Orleans präsentierte das Unternehmen frische Real-World-Daten zu gleich drei Wirkstoffen – und einer davon steht kurz vor einer möglichen Zulassungsentscheidung.

UZEDY punktet gegen Konkurrenzpräparate

Im Zentrum steht UZEDY, das injizierbare Risperidon-Präparat für Schizophrenie und bipolare Störung. In einer Vergleichsanalyse mit rund 1.166 Patienten verzeichnete die Gruppe unter UZEDY seltener Notaufnahme-Besuche als unter dem Konkurrenzpräparat Paliperidonpalmitat – 22,0 Prozent gegenüber 27,8 Prozent. Die durchschnittlichen monatlichen Behandlungskosten lagen bei UZEDY-Patienten um gut 1.000 Dollar niedriger.

Gegen andere Injektionspräparate wie Risperidon-Mikrosphären zeigte UZEDY laut den vorgestellten Daten eine deutlich höhere Therapietreue. Auch bei bipolarer Störung schnitt das Mittel im Vergleich zu oralen Antipsychotika besser ab: Patienten, die auf UZEDY umgestellt wurden, erlebten seltener einen Therapieversagen als jene, die zwischen oralen Präparaten wechselten.

AUSTEDO bleibt erste Wahl bei Ärzten

Für das Tardive-Dyskinesie-Präparat AUSTEDO lieferte eine Befragung von 489 Ärzten ein klares Bild: Schläfrigkeitsrisiko und kurzfristige Symptomverbesserung sind die wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Wahl eines VMAT2-Hemmers für Patienten ab 55 Jahren. Über alle vier untersuchten Patientenprofile hinweg landete AUSTEDO bei den befragten Ärzten vorne – getrieben von seinem Sicherheitsprofil und der langen Datenlage zur Langzeitwirkung.

Eine separate Registeranalyse unterstrich zudem, wie belastend unbehandelte Tardive Dyskinesie bleibt: Nach zwei Jahren ohne VMAT2-Hemmer berichteten bis zu 96 Prozent der Betroffenen weiterhin über spürbare Einschränkungen im Alltag.

TEV-'749 nähert sich der Zulassung

Am meisten Kursrelevanz dürfte das dritte Thema besitzen: TEV-'749, ein monatlich zu injizierendes Olanzapin-Präparat gegen Schizophrenie. In der Phase-3-Studie SOLARIS erreichte mehr als die Hälfte der Teilnehmer eine Stabilisierung, gut ein Fünftel der Patienten mit mindestens sechsmonatiger Behandlung erfüllte die Kriterien für eine Remission. Rückfälle blieben mit rund vier Prozent selten.

Die US-Zulassungsbehörde FDA hat für TEV-'749 eine Entscheidung im vierten Quartal 2026 angekündigt, in der EU liegt der Zulassungsantrag seit Mai 2026 bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Sollte der Wirkstoff die Hürde nehmen, würde Tevas Injektions-Franchise um ein drittes marktreifes Präparat neben UZEDY und AUSTEDO wachsen – ein Baustein in der laufenden Strategie, das Portfolio jenseits der Generika-Basis auszubauen.

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