Teva, Aktie

Teva Aktie: Milliardenschwerer Schuldentausch

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 10:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Teva will hochverzinste Anleihen durch neue Euro- und Dollar-Papiere ersetzen. Zinssätze und Gesamtvolumen der Emission sind noch offen.

Teva plant milliardenschweren Anleihetausch zur Schuldensenkung
Abstrakte Darstellung einer unternehmerischen Finanzrestrukturierung in einer modernen, professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Teva greift zum großen Refinanzierungshebel. Der israelische Pharmakonzern kündigte heute die Emission neuer Anleihen in Euro und Dollar an — über gleich drei niederländische Finanzierungstöchter. Ziel der Übung: alte, teure Schulden gegen neue, günstigere ersetzen.

Alte Anleihen sollen weichen

Konkret plant Teva, mehrere bestehende Anleihen vollständig oder teilweise zurückzurufen. Auf der Streichliste stehen sämtliche ausstehenden Notes mit Kupons von 6,750 Prozent (fällig 2028), 7,875 Prozent und 7,375 Prozent (beide fällig 2029) — allesamt deutlich teurer als das, was Teva am aktuellen Markt aufrufen dürfte.

Hinzu kommen zwei weitere Tranchen: bis zu 450 Millionen Dollar einer mit 4,750 Prozent verzinsten Anleihe (fällig 2027) sowie bis zu 1,25 Milliarden Euro einer mit 4,375 Prozent verzinsten Anleihe (fällig 2030).

Die Rückrufe sind an den Erfolg der neuen Emission geknüpft — umgekehrt hängt die neue Anleihe aber nicht von den Rückrufen ab. Teva behält sich zudem vor, weitere Anleihen nach eigenem Ermessen zurückzurufen oder die geplanten Rückrufbeträge anzupassen.

Die neuen Notes werden als unbesicherte, vorrangige Verbindlichkeiten der Finanzierungstöchter ausgegeben und von der Konzernmutter garantiert. Die Emission läuft über ein bereits bei der US-Börsenaufsicht SEC hinterlegtes Wertpapierprogramm.

Warum das für Anleger zählt

Für Teva ist das operative Geschäft nur die halbe Miete — der Schuldenberg aus der einstigen Actavis-Übernahme lastet seit Jahren auf der Bilanz. Jede Anleihe, die zu niedrigeren Zinsen ersetzt werden kann, senkt den Zinsaufwand und schafft finanziellen Spielraum. Die geplante Ablösung mehrerer Anleihen mit Kupons oberhalb von 6 Prozent durch neue, voraussichtlich günstigere Papiere passt in dieses Muster der schrittweisen Bilanzsanierung.

Ob die Emission zu den erhofften Konditionen gelingt, hängt von der Marktnachfrage in den kommenden Tagen ab. Die konkreten Zinssätze und das endgültige Volumen der neuen Notes stehen noch aus.

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