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Tesla Aktie: FSD-Zulassung in Slowenien erhalten

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 16:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tesla darf FSD nun auch in Slowenien einsetzen, während NHTSA-Prüfung, China-Daten und Europas Absatzentwicklung die Aktie belasten.

Fotorealistische Fertigungshalle mit Robotern und generischen Elektrofahrzeug-Karosserien
Fotorealistische Aufnahme einer Fertigungshalle zeigt Tesla Inc., ISIN US88160R1014, bei moderner Elektrofahrzeug-Produktion Illustration mit AI erstellt.

Am Dienstag erhielt Tesla eine wichtige Zulassung für sein Fahrassistenzsystem „Full Self-Driving“ (FSD) in Slowenien. Damit ist das Land der sechste Staat in Europa, der den Einsatz der Technologie auf öffentlichen Straßen erlaubt. Während das Unternehmen die baldige Einführung in Slowenien plant, zeichnet sich ein ambivalentes Bild aus den globalen Märkten und regulatorischen Prüfverfahren ab.

Fortschritte beim autonomen Fahren in Europa

Die Zulassung in Slowenien erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Tesla seine Bemühungen um eine EU-weite Freigabe intensiviert. Laut Reuters führt Frankreich derzeit Tests mit zwei Tesla-Fahrzeugen durch, die mit der FSD-Technologie ausgestattet sind, um das System vor einer möglichen Entscheidung auf EU-Ebene zu bewerten.

Zur Untermauerung der Sicherheit veröffentlichte Tesla am 1. September Daten, wonach das überwachte autonome Fahrsystem in den fünf bereits zugelassenen europäischen Ländern 4,1-mal weniger Kollisionen verzeichnete als manuell gesteuerte Tesla-Modelle. Diese Statistik basiert auf über 100 Millionen gefahrenen Kilometern, die zwischen April und August erfasst wurden.

An der Börse wird die Entwicklung derzeit verhalten aufgenommen. Die Tesla-Aktie notiert bei 312,75 Euro und verzeichnete heute eine marginale Veränderung von minus 0,1 Prozent. Damit liegt das Papier zwar rund 1,9 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 306,91 Euro, weist jedoch seit Jahresbeginn ein Minus von 20 Prozent auf.

NHTSA-Untersuchung belastet Cybercab-Start

Während die Software-Fortschritte in Europa positiv stimmen, gerät die neue Hardware-Generation in den USA unter Beobachtung. Am 4. September leitete die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA eine Untersuchung ein.

Im Fokus steht die Frage, ob Tesla bis zu 1.000 Einheiten des neuen Cybercab ordnungsgemäß zertifiziert hat. Die Behörde prüft den Rollout des zweisitzigen, fahrerlosen Fahrzeugs, nachdem Tesla am 3. September das Modell in Austin, Texas, offiziell vorgestellt hatte.

In Austin bietet Tesla bereits Fahrten mit dem Cybercab in begrenzten Gebieten an. Die NHTSA erklärte, die Situation zu bewerten, während die Untersuchung zur Zertifizierung läuft. Parallel dazu sieht sich das Unternehmen juristischem Druck in Australien ausgesetzt.

Dort erwägt ein Richter, einem unabhängigen Experten Zugang zu Teslas internen Ingenieursplattformen zu gewähren. Hintergrund ist eine Sammelklage wegen Vorwürfen über das sogenannte „Phantom-Bremsen“ sowie Kritik an den beworbenen Fähigkeiten des Selbstfahrsystems und der Batteriereichweite.

Wachstumsverlangsamung im wichtigen China-Geschäft

Zusätzlich zu den regulatorischen Themen belasten schwächere Absatzzahlen aus China die Stimmung. Laut Daten des chinesischen Pkw-Verbands stiegen die Verkäufe von in China produzierten Tesla-Fahrzeugen im August um 3,6 Prozent auf 86.166 Einheiten. Dies bedeutet eine deutliche Abkühlung im Vergleich zum Juli, als noch ein Zuwachs von 38 Prozent verzeichnet wurde.

Auch in Europa zeigt sich ein uneinheitliches Bild bei den Neuzulassungen im August. Während in Frankreich und Dänemark Zuwächse erzielt wurden, berichtete Reuters über Rückgänge in Märkten wie Norwegen, Schweden, Spanien und Italien.

Besonders deutlich fiel das Minus in Portugal aus, wo die Tesla-Verkäufe im August um 36,5 Prozent auf 148 Fahrzeuge sanken, obwohl der dortige Gesamtmarkt für Elektro-Leichtfahrzeuge zeitgleich um über 65 Prozent wuchs.

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