Tesla Aktie: EU vertagt Abstimmung zu FSD
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 06:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Produktionsprobleme beim humanoiden Roboter Optimus und Verzögerungen beim autonomen Fahrsystem belasten die Stimmung bei Tesla. Medienberichten zufolge kämpft der US-Konzern bei der Fertigung des Roboters mit komplexen Roboterhänden, Engpässen in den Lieferketten sowie Schwierigkeiten mit automatisierten Fertigungsanlagen.
Am Markt sorgten die Berichte zum Wochenausklang für Zurückhaltung: Das Papier schloss am Freitag bei 327,00 Euro, was einem Tagesverlust von 1,5 Prozent entspricht.
Verzögerungen bei Optimus und autonomem Fahren
Die technischen Hürden bei den Optimus-Montagelinien treffen auf einen weiteren Dämpfer bei den softwarebasierten Zukunftsprojekten. Die Europäische Union hat eine geplante Abstimmung über das überwachte Fahrsystem Supervised Full Self-Driving vertagt.
Auf der Tagesordnung des zuständigen Ausschusses für den 6. Oktober steht lediglich eine fortgesetzte Diskussion über das niederländische Zulassungsersuchen. Medienberichten zufolge bietet sich die früheste Gelegenheit für ein Votum der Mitgliedstaaten erst im Dezember.
Damit verschiebt sich der europäische Zeitplan für Teslas Fahrassistenzfunktionen weiter nach hinten. Zwar startete das Unternehmen in der vergangenen Woche die Auslieferung erster Exemplare des Elektro-Lkw Semi an Kunden und bekräftigte das Ziel, jährlich 50.000 Einheiten im Werk Nevada zu bauen.
Angaben zu konkreten Auslieferungszahlen und Preisen blieben die Verantwortlichen jedoch schuldig. Zudem meldete die Organisation Catalyst Mobility jüngst eine Sammelbestellung über 2.500 Einheiten durch ein Bündnis, dem unter anderem Microsoft und PepsiCo angehören.
Blick auf den Produkt-Launch am Donnerstag
Umso stärker richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf den anstehenden Donnerstag, den 1. Oktober. Für diesen Tag plant Tesla die Vorstellung der nächsten Generation des Roadsters.
Um vorab Interesse und Kapital zu binden, hatte das Unternehmen die Reservierungen für den Sportwagen am 20. September wieder geöffnet. Kaufinteressenten müssen dabei eine Anzahlung von insgesamt 50.000 $ leisten, aufgeteilt in 5.000 $ per Kreditkarte und weitere 45.000 $ per Überweisung innerhalb von zehn Tagen.
Trotz der jüngsten Hürden bei der Automatisierung sehen einzelne Marktbeobachter weiteres Aufwärtspotenzial für die Aktie. Analyst Mickey Legg vom Analysehaus StoneX bekräftigte am Freitag seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 475 $.
Gemessen am Schlusskurs vom Freitag weist der Titel mit einem Abschlag von 23 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 424,10 Euro weiterhin eine spürbare Distanz zu früheren Spitzenwerten auf. Ob der anstehende Fahrzeug-Launch am Donnerstag neue Impulse für eine nachhaltige Trendwende liefern kann, bleibt der zentrale Gradmesser der laufenden Handelswoche.
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