Tekmar Aktie: Kurs bricht nach Verzögerungsmeldung ein
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 13:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Tekmar hat am heutigen Dienstag einen deutlichen Rückschlag erlitten und verzeichnete ein Minus von 8,2 Prozent auf 0,1147 GBP. Auslöser für die Kursverluste ist ein Geschäftsbericht des Unternehmens für das laufende Geschäftsjahr FY26. Wie Tekmar mitteilte, fiel das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte schwächer aus als ursprünglich angenommen.
Projektverzögerungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt sowie die Folgen eines Stromausfalls bei einem britischen Zulieferer führten dazu, dass ein Teil der geplanten Umsatzerlöse in das folgende Geschäftsjahr FY27 verschoben werden muss.
Trotz dieser operativen Bremsspuren rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr FY26 weiterhin mit einer spürbaren Expansion. Der Gesamtumsatz soll Medienberichten zufolge um mehr als 20 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres FY25 liegen. Um die laufenden Aktivitäten abzusichern und zusätzliche Liquidität bereitzustellen, vereinbarte Tekmar zudem eine Erweiterung seiner Betriebsmittelfazilität um weitere 4 Millionen GBP.
Die Mitteilung verdeutlicht die Anfälligkeit von Projektzeitplänen gegenüber externen Störungen in der Lieferkette. Für Marktteilnehmer steht vor allem im Fokus, wie verlässlich die aufgeschobenen Erlöse realisiert werden können. Da es sich nach Unternehmensangaben um zeitliche Verschiebungen und nicht um Auftragsstornierungen handelt, verlagert sich ein wesentlicher Teil der Dynamik in die nächste Abrechnungsperiode.
Stabile operative Erträge erwartet
Hinsichtlich der operativen Profitabilität zeichnet sich eine schrittweise Stabilisierung ab. Das bereinigte EBITDA in der zweiten Jahreshälfte soll im Wesentlichen auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums liegen.
Auf das gesamte Geschäftsjahr FY26 bezogen rechnet Tekmar mit einem Zuwachs beim bereinigten EBITDA gegenüber dem Vorjahr FY25. Zudem bewegt sich das Ergebnis nach Steuern in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres FY26 nahe an der Gewinnschwelle.
Auftragspolster stärkt Ausblick auf das Folgejahr
Neben den Verzögerungen konnte Tekmar auch operative Fortschritte im Projektgeschäft vermelden. Das Unternehmen schloss eine Vertragserweiterung im Volumen von 6 Millionen Euro für ein europäisches Offshore-Wind-Projekt ab. Der Leistungsumfang dieser Vereinbarung beinhaltet Betonschutzlösungen, zugehörige Komponenten sowie Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Analyse und Konstruktionsdesign.
Dieser Projekterfolg stärkt die Visibilität für die kommenden Monate. Tekmar rechnet damit, dass der Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres FY27 um mehr als 50 Prozent über dem Niveau zu Beginn des Geschäftsjahres FY26 liegen wird. Am Markt dominierten dennoch zunächst die kurzfristigen Belastungen: Nach einem gestrigen Schlusskurs von 0,1250 GBP trennten sich Anleger von Anteilen, was die Notierung auf das aktuelle Niveau drückte.
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