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Talga Group Aktie: EAS Batteries strebt Liefervertrag an

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 16:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Talga und EAS verhandeln über einen Fünfjahresvertrag; parallel prüft Talga mit Fortum den Einsatz von Recycling-Graphit.

Talga Group plant Graphitlieferung an EAS Batteries ab Vittangi
Hochmoderne industrielle Batteriezellenfertigung in einer sauberen Produktionsumgebung mit kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Die Talga Group treibt den Aufbau einer europäischen Lieferkette für Batterieanoden weiter voran. Das Unternehmen hat eine unverbindliche Absichtserklärung mit dem deutschen Batteriehersteller EAS Batteries geschlossen. Gegenstand der Vereinbarung ist die künftige Belieferung mit Talnode-Graphitanodenmaterial aus dem schwedischen Vittangi-Projekt. Am Markt legt das Papier am heutigen Freitag um 5,6 Prozent zu und notiert bei 0,1688 Euro.

Lieferabkommen mit EAS Batteries anvisiert

Die Vereinbarung mit dem deutschen Partner steckt einen klaren Zeitplan für die kommenden Verhandlungen ab. Beide Seiten streben den Abschluss eines endgültigen Liefervertrags mit einer Laufzeit von fünf Jahren bis Juli 2027 an. Die verbindlichen Konditionen für dieses Abkommen sollen bereits bis April 2027 ausgearbeitet werden.

Für Talga stellt der Vorstoß einen weiteren Schritt dar, um künftige Produktionsmengen aus dem Vittangi-Anodenprojekt über langfristige Abnahmevereinbarungen abzusichern. Der Fokus liegt dabei auf der Bereitstellung von Anodenmaterial für europäische Zell- und Batteriehersteller, die nach regionalen Bezugsquellen suchen.

Zusammenarbeit bei Recycling-Graphit mit Fortum

Die Vereinbarung mit EAS Batteries folgt auf eine weitere Kooperation, die Talga am 15. September vereinbart hatte. Die schwedische Tochtergesellschaft Talga AB unterzeichnete dabei eine unverbindliche Absichtserklärung mit Fortum Battery Recycling. Ziel dieser Partnerschaft ist es, die Nutzung von recyceltem Graphit für die unternehmenseigene Anodenproduktion zu prüfen.

Konkret untersuchen die beiden Unternehmen die technische Machbarkeit sowie kommerzielle Strukturen für neuartige Anodenmaterialien, die aus einer Mischung von primärem und recyceltem Graphit bestehen. Zudem sollen potenzielle langfristige Abnahmeverträge entlang der europäischen Wertschöpfungskette für Batteriematerialien ausgelotet werden.

Bestrebungen um Lieferketten außerhalb Chinas

Die Schritte von Talga fügen sich in ein Marktumfeld ein, in dem westliche Akteure zunehmend nach Alternativen zur dominierenden chinesischen Graphitverarbeitung suchen.

So vereinbarte Global Battery Materials am 14. September eine unverbindliche Absichtserklärung mit LiBEST zur Evaluierung von Naturgraphit und Anodenmaterialien außerhalb Chinas. Zudem meldete der Branchenkollege NOVONIX am 12. September, dass eine Materiallieferung an Panasonic Energy in Nevada die Kundenspezifikationen mit Ausnahme zweier Parameter erfüllte.

Anleger honorieren die Fortschritte bei den Abnahmeverhandlungen vorsichtig. Mit einem Abstand von 47 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 0,3215 Euro spiegelt die Notierung jedoch weiterhin die Herausforderungen wider, vor denen Entwickler von Batteriematerialien bei der schrittweisen Industrialisierung ihrer Projekte stehen. Entscheidend für die weitere Entwicklung bleibt die termingerechte Überführung der Absichtserklärungen in verbindliche Verträge.

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