Take-Two, Langfristige

Take-Two: Langfristige Xbox-Lizenz mit Microsoft

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 15:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der neue Vertrag regelt Take-Twos Xbox-Rechte und Erlösmodelle; Microsoft behält die Freigabe für Konzepte und fertige Spiele.

3D-Architekturvisualisierung eines gläsernen modernen Bürohochhauses am Tag
Architektur-Render eines modernen Bürohochhauses repräsentiert Take-Two Interactive US8740541094, gläserne Fassade mit Grünanlage und Wasserbecken davor Illustration mit AI erstellt.

Take-Two Interactive hat die vertragliche Basis für Veröffentlichungen auf den Konsolen von Microsoft neu geordnet. Das Unternehmen schloss eine neue, langfristige Lizenzvereinbarung für Xbox-Titel ab, die rückwirkend zum 17. September in Kraft getreten ist. Der Vertrag ersetzt die bisherigen Vereinbarungen zwischen beiden Konzernen und regelt grundlegende Bedingungen für künftige Spieleveröffentlichungen.

Das Abkommen umfasst die Rechte von Take-Two, Produkte für die Xbox-Plattform zu entwickeln, herzustellen, zu vermarkten und zu vertreiben. Die Vereinbarung gilt für alle kompatiblen Produkte über die gesamte Gerätefamilie hinweg. Damit sichert sich der Publisher den langfristigen Zugang zu einer der führenden Konsolenplattformen der Videospielbranche.

Bedingungen der Vereinbarung mit Microsoft

Finanziell regelt das Vertragswerk die Erlösströme zwischen beiden Parteien differenziert nach Vertriebswegen. Bei digital über Microsoft vertriebenen Produkten erhält Take-Two die jeweiligen Großhandelspreise oder vereinbarte Anteile an den Umsatzerlösen. Für physische Datenträger stellt Microsoft dem Publisher Gebühren sowie Lizenzabgaben für die Fertigung in Rechnung.

Gleichzeitig sichert sich der Plattformbetreiber redaktionelle Kontrolle: Microsoft behält Genehmigungsrechte sowohl für die Spielkonzepte als auch für die finalen Versionen der Veröffentlichungen. Weitere vertragliche Einzelheiten sollen im Quartalsbericht für das zum 30. September endende Geschäftsquartal veröffentlicht werden.

Insiderverkäufe im Führungskreis

Parallel zu den operativen Vereinbarungen wurden Transaktionen aus dem Kreis der Unternehmensführung bekannt. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans nach der US-Regel 10b5-1, der im Juni aufgesetzt worden war.

Solche Pläne ermöglichen Organmitgliedern automatisierte Verkäufe nach festen Parametern, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Neben Gordon reichte Insider Michael Sheresky eine Meldung über eine beabsichtigte Veräußerung von gesperrten Anteilsscheinen ein. Ob diese Transaktion tatsächlich vollzogen wurde, geht aus den Angaben nicht hervor.

Analystenziel und Marktreaktion

Analystenseitig bleibt die Erwartungshaltung für den US-Konzern hoch.

Branchenbeobachter achten bei dem Publisher vor allem auf die langfristige Ertragskraft künftiger Großproduktionen auf den etablierten Konsolen. Die Einigung mit Microsoft beseitigt dabei vertragliche Unsicherheiten im Vorfeld künftiger Veröffentlichungszyklen.

An der Börse spiegelte sich dieser Schritt vor dem Wochenende verhalten wider. Am Freitag schloss das Papier mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent bei 180,20 Euro, womit sich der Kursverlust seit Jahresbeginn auf 17 Prozent beläuft.

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