Take-Two: GTA Online läuft nach GTA VI weiter
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 05:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Transaktionen im Verwaltungsrat
Beim US-amerikanischen Spielekonzern Take-Two Interactive haben Mitglieder des Verwaltungsrats Anteilsverkäufe gemeldet. Am Freitag reichte Direktor Michael Sheresky bei der US-Börsenaufsicht eine Mitteilung über die Absicht ein, 484 Aktien zu veräußern. Diese Papiere stammten aus der Zuteilung von Mitarbeiteraktien mit Haltefristen.
Zudem gab es eine Pflichtmitteilung über Anteilsverkäufe von Direktor William B. Gordon. Diese Transaktionen erfolgten im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans gemäß der Börsenregel Rule 10b5-1. Solche Pläne dienen dazu, Verkäufe von Führungskräften automatisiert und unabhängig von aktuellen Marktentwicklungen abzuwickeln.
Die Transaktionen fallen in eine von Zurückhaltung geprägte Marktphase. Die Aktie von Take-Two schloss am Freitag bei 180,20 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Minus von 17 Prozent.
Lizenzvertrag und Spekulationen um Konsolen
Neben den internen Transaktionen steht die Vertriebsbasis des Publishers im Blickpunkt der Marktteilnehmer. Die Vereinbarung regelt Entwicklung, Veröffentlichung, Herstellung, Vermarktung und Vertrieb von Produkten für alle Xbox-Geräte.
Microsoft bezahlt Take-Two dabei Großhandelspreise oder vereinbarte Erlösanteile für digitale Verkäufe. Gleichzeitig behält sich der Plattformbetreiber Freigaberechte für Spielkonzepte und finale Fassungen vor. Die langfristige Vereinbarung löst bisherige Lizenzverträge zwischen beiden Parteien ab.
Medienberichten zufolge löste der Passus über alle Xbox-Geräte Spekulationen über eine Unterstützung künftiger Hardware-Generationen wie das Projekt Helix von Microsoft aus. Die behördlichen Pflichtdokumente enthalten dazu jedoch keine Bestätigungen. Weder technische Spezifikationen noch ein Marktstart oder konkrete Spieletitel für diese Plattform sind dort genannt.
Strategie für PC und GTA-Franchise
Abseits des Konsolenbereichs richtet das Management den Fokus verstärkt auf weitere Plattformen. CEO Strauss Zelnick betonte, dass der PC-Markt für das Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinne.
Die Strategie bestehe generell darin, Titel auf Plattformen mit einer signifikanten Nutzerschaft bereitzustellen. Eine Bestätigung für eine Veröffentlichung von Grand Theft Auto VI auf dem PC gab Zelnick dabei nicht.
Klarheit schuf das Unternehmen hingegen bei der Fortführung des bestehenden Online-Geschäfts. Die Konzerntochter Rockstar wird GTA Online auch nach der Veröffentlichung von GTA VI und darüber hinaus weiter unterstützen. Take-Two bezeichnete das kommende GTA VI als Einzelspielertitel, womit das etablierte Servicegeschäft vorerst parallel fortbesteht.
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