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TAG Immobilien Aktie: FFO-Ziel auf 197 Millionen angehoben

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 20:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

TAG Immobilien peilt nach starkem ersten Halbjahr das obere Ende der FFO-Prognose an. Trotz guter Geschäftszahlen fällt der Aktienkurs.

TAG Immobilien: FFO-Prognose angehoben, Aktie unter Druck
Moderne Wohnimmobilien bei Sonnenuntergang als Symbol für den Immobilienmarkt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

TAG Immobilien blickt nach einem operativ erfolgreichen ersten Halbjahr optimistischer auf das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen konkretisierte am Dienstag seine Ziele für das operative Ergebnis (FFO I) und steuert nun das obere Ende der zuvor kommunizierten Spanne von 187 bis 197 Millionen Euro an. Damit reagiert die Konzernführung auf eine dynamische Entwicklung im Kerngeschäft während der ersten sechs Monate.

Operatives Ergebnis legt deutlich zu

In der ersten Jahreshälfte steigerte der Konzern sein operatives Ergebnis um 9,4 Prozent auf 100,2 Millionen Euro. Trotz dieses Zuwachses im operativen Geschäft wies das Unternehmen für das erste Halbjahr einen Nettogewinn von 114,5 Millionen Euro aus, was einem Rückgang gegenüber den 151,1 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums entspricht.

Medienberichten zufolge resultiert dieses Minus beim Nettoergebnis primär aus einem niedrigeren Bewertungsergebnis der Immobilienbestände im Vergleich zum Vorjahr.

Ein wesentlicher Baustein zur Stärkung der Bilanz war der Börsengang der polnischen Tochtergesellschaft ROBYG S.A. Dieser wurde im Juni und Juli erfolgreich abgeschlossen und führte dem Konzern einen Bruttomittelzufluss von insgesamt 282 Millionen Euro zu.

Bereits am 27. Mai hatte das Unternehmen zudem die Akquisition des Resi4Rent-Portfolios für einen finalen Kaufpreis von 575 Millionen Euro abgeschlossen, das rund 5.300 Mieteinheiten umfasst und eine implizite Bruttorendite von 7,5 Prozent aufweist.

Kontinuität im Vorstand und Analysteneinschätzungen

Auch personell setzt TAG Immobilien auf Beständigkeit. Der Aufsichtsrat verlängerte am Dienstag den Vorstandsvertrag von Co-CEO und COO Claudia Hoyer vorzeitig um weitere fünf Jahre bis zum 30. Juni 2032. Analysten bewerten die Kombination aus operativer Stärke und personeller Kontinuität positiv.

Thomas Rothäusler von Deutsche Bank Research bestätigte am Mittwoch seine Einstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 18,00 Euro. Er wertete das Erreichen der Ziele am oberen Rand der Prognose als wichtiges Signal.

Stephanie Dossmann vom Analysehaus Jefferies beließ die Einstufung am Dienstag ebenfalls auf „Buy“ mit einem Kursziel von 17,00 Euro. Während sie die Entwicklung des FFO lobte, merkte sie ein verlangsamtes flächenbereinigtes Mietwachstum an, das in Deutschland bei 2,9 Prozent und in Polen bei 2,4 Prozent lag.

Charttechnik belastet den Aktienkurs

Trotz der angehobenen Gewinnprognose geriet die Aktie zuletzt unter Verkaufsdruck. Das Papier notiert heute bei 13,29 Euro und verzeichnet damit einen Rückgang von 2,0 Prozent.

Aus technischer Sicht hat sich das Bild kurzfristig eingetrübt: Bereits gestern unterschritt der Kurs die signifikante 50-Tage-Linie, was Anschlussverkäufe auslöste. Mit der heutigen Bewegung notiert der Wert nun 2,0 Prozent unter diesem gleitenden Durchschnitt und sucht am Markt nach einem neuen Boden.

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