Sysco Aktie: Neuer Finanzchef, gekappte Umsatzprognose
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 15:00 Uhr | Redaktion boerse-global.deSysco liefert im ersten Geschäftsquartal solide Gewinne, kappt aber zugleich die Erwartung beim Umsatz. Parallel macht der Foodservice-Konzern den bisherigen Interims-Finanzchef Brandon Sewell zum festen CFO. Das Ergebnis je Aktie liegt im Rahmen der eigenen Erwartungen.
Gewinn wächst, Umsatz mit Abstrichen
Der Umsatz stieg um 2,8 Prozent auf 21,7 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn legte um 10,5 Prozent auf 526 Millionen Dollar zu, das Ergebnis je Aktie auf 1,09 Dollar. Bereinigt liegt es bei 1,19 Dollar, ein Plus von 3,5 Prozent.
Das operative Ergebnis sank dagegen um 10,4 Prozent auf 717 Millionen Dollar. Grund sind Übernahmekosten im Zusammenhang mit Jetro Restaurant Depot. Bereinigt wuchs das operative Ergebnis um 3,2 Prozent auf 927 Millionen Dollar.
Die Bruttomarge verbesserte sich um 18 Basispunkte auf 18,6 Prozent. Treiber waren höhere Mengen im lokalen Geschäft, Effekte aus Zöllen, effizienterer Einkauf und der wachsende Anteil von Eigenmarken.
Die Segmente im Vergleich
Das US-Geschäft wuchs beim Umsatz um 2,4 Prozent, das lokale Volumen legte um 2,7 Prozent zu. Der bereinigte operative Gewinn stieg dort um 2,7 Prozent.
International fiel das Plus kräftiger aus. Der Umsatz erhöhte sich um 5,1 Prozent, der bereinigte operative Gewinn sogar um 12,2 Prozent. Der Vergleich zeigt, wo derzeit das Wachstum sitzt.
Prognose: Gewinnziel bleibt, Umsatzziel wird vorsichtiger
Beim bereinigten Ergebnis je Aktie hält der Vorstand an einem Wachstum von 9 bis 11 Prozent fest. Auch die Annahme von rund 2,5 Prozent lokalem Mengenwachstum bleibt bestehen. Das Umsatzwachstum erwartet Sysco nun am unteren Ende der Spanne von 6 bis 7 Prozent. Begründet wird das mit geringerer Preisinflation in der Branche.
Konzernchef Kevin Hourican verwies auf anhaltend schwache Gästefrequenz in Restaurants und höhere Kraftstoffkosten. Die Lebensmittelinflation fiel zudem niedriger aus als erwartet. Einsparungen durch KI-gestützte Prozesse sollen sich im zweiten Geschäftshalbjahr beschleunigen. In der Prognose sind dafür 100 Millionen Dollar eingeplant.
Sewell wird fester CFO
Sewell führte die Finanzabteilung seit März kommissarisch und ist seit 2014 im Unternehmen. Seine Ernennung gilt rückwirkend ab dem 1. November. Hourican hob hervor, Sewell habe in der Interimszeit auch die Finanzierung der Jetro-Übernahme verantwortet.
Die Bilanz bleibt solide: Die Nettoverschuldung liegt beim 2,4-Fachen des bereinigten EBITDA. Der freie Cashflow betrug 230 Millionen Dollar, an Aktionäre flossen 264 Millionen Dollar als Dividende. Den Abschluss der Jetro-Transaktion erwartet das Management weiterhin, ein konkreter Termin wurde nicht genannt.
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