Swiss Prime Site Aktie: Portfolio knackt 14 Milliarden
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 08:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der grösste Schweizer Immobilienkonzern hat im ersten Halbjahr 2026 an mehreren Fronten zugelegt. Der Reingewinn kletterte um 17,2 Prozent auf 192,5 Millionen Franken, das für Immobilienaktien zentrale FFO I stieg um 2,4 Prozent auf 2,15 Franken je Aktie.
Für das Gesamtjahr bestätigt Swiss Prime Site die Prognose und peilt das obere Ende der im Februar kommunizierten Spanne von 4,25 bis 4,30 Franken je Aktie an.
Bewertungsgewinne treiben das Ergebnis
Der Wert des eigenen Immobilienportfolios stieg zur Jahresmitte auf 14,0 Milliarden Franken – erstmals über dieser Marke. Neubewertungsgewinne von 148 Millionen Franken nach 102 Millionen im Vorjahr trugen wesentlich zum EBIT-Anstieg von 19,8 Prozent bei. Tiefere Bewirtschaftungskosten, höhere Mietabschlüsse und ein leicht gesunkener Diskontsatz lieferten dafür die Grundlage.
Die Mieterträge legten um 2,2 Prozent auf 230,6 Millionen Franken zu, das EPRA-like-for-like-Wachstum lag bei 1,4 Prozent. Die Leerstandsquote blieb mit 3,7 Prozent stabil, während sich die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge auf 5,7 Jahre verlängerte.
Im Rahmen der Capital-Recycling-Strategie verkaufte das Unternehmen fünf Liegenschaften, vor allem kleinere Shopping-Center in Nebenlagen, und schärfte damit weiter das Profil eines auf Prime-Lagen fokussierten Portfolios.
Asset Management mit Rekord-Neugeld
Auch abseits des eigenen Bestands lief es rund: Swiss Prime Site Solutions verzeichnete mit 0,95 Milliarden Franken einen Rekordzufluss an Neugeld, nach 0,62 Milliarden im Vorjahr. Die verwalteten Vermögen kletterten auf 14,8 Milliarden Franken. Der Betriebsertrag im Asset Management stieg um 5,2 Prozent auf 40 Millionen Franken, während die Kosten leicht sanken – das EBITDA legte entsprechend um 8,9 Prozent zu.
Bei den Entwicklungsprojekten gab es zwei bemerkenswerte Fortschritte: Hitachi Energy wählte Otelfingen als künftigen Produktionsstandort, der entsprechende Verkaufsvertrag für das Areal wurde bereits unterzeichnet.
Beim Prime Tower Areal in Zürich West einigte man sich mit der Universität Zürich auf eine Absichtserklärung zur Vermietung der Maag-Hallen an das Naturhistorische Museum – das bisherige Kulturprojekt "Maaglive" wird damit eingestellt.
Auf der Finanzierungsseite sank der durchschnittliche Zinssatz auf 0,83 Prozent von 0,98 Prozent im Vorjahreshalbjahr. Die Verschuldungsquote stieg saisonal bedingt durch die Dividendenausschüttung auf 39,9 Prozent, soll aber laut Unternehmen im weiteren Jahresverlauf wieder unter 39 Prozent fallen. Details zu den langfristigen strategischen Prioritäten will das Management Ende Oktober an einem Capital Markets Day in Zürich vorstellen.
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