Suzano, Aktie

Suzano Aktie: Arbex treibt Rekordumsatz

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 14:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die vollständige Einbeziehung des Joint Ventures hebt Suzanos Quartalsumsatz auf 16,5 Milliarden Real; zugleich steigt die Verschuldungsquote.
Weitläufiger Eukalyptuswald im goldenen Licht als Symbol für die Forstwirtschaft und Papierindustrie. Illustration mit AI erstellt.

Suzano hat im dritten Quartal so viel umgesetzt wie nie zuvor in der 102-jährigen Firmengeschichte. Der Grund liegt weniger im organischen Geschäft als in einem Zukauf: Erstmals fließt das Joint Venture Arbex mit Kimberly-Clark vollständig in die Bilanz ein.

Umsatzsprung dank Konsolidierung

Der Nettoumsatz stieg um 36 Prozent auf 16,5 Milliarden Real. Das bereinigte EBITDA legte auf vergleichbarer Basis um 9 Prozent auf 5,7 Milliarden Real zu. Der operative Cashflow wuchs um 12 Prozent auf 3,8 Milliarden Real, der Jahresüberschuss lag bei 2,1 Milliarden Real.

Der Abstand zwischen Umsatz- und Ergebnisplus zeigt, wie stark der Effekt der Konsolidierung ist. Suzano hält 51 Prozent an Arbex, der Partner Kimberly-Clark die übrigen 49 Prozent. Diese werden als Minderheitsanteile ausgewiesen.

Operativ verkaufte der Konzern 3,2 Millionen Tonnen Zellstoff. Die Sparte Papier und Verpackung setzte 374.000 Tonnen ab.

Neue Sparte, neue Berichtsstruktur

Mit Arbex führt Suzano einen dritten Geschäftsbereich ein: Konsumgüter. Dort laufen Toilettenpapier, Servietten und wiederverwendbare Tücher zusammen, die zuvor unter Papier und Verpackung verbucht wurden. Die neue Sparte erlöste 5,0 Milliarden Real, davon 4,2 Milliarden im Ausland. Das bereinigte EBITDA betrug 803 Millionen Real.

CEO Beto Abreu spricht von einer „neuen Phase". Der Konzern sei nun geografisch und beim Produktportfolio breiter aufgestellt. Für den weltgrößten Zellstoffproduzenten bedeutet das auch weniger Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Zellstoffpreis.

Verschuldung steigt vorübergehend

Der Preis dafür zeigt sich in der Bilanz. Die Nettoverschuldung lag zum Quartalsende beim 3,7-Fachen des bereinigten EBITDA. Treiber sind die 1,3 Milliarden Dollar für den 51-Prozent-Anteil und die volle Übernahme der Arbex-Schulden. Das EBITDA des Joint Ventures fließt zudem erst für drei Monate ein.

Rechnet man das Arbex-EBITDA der vergangenen zwölf Monate pro forma ein, sinkt die Quote auf das 3,4-Fache. Die Kennzahl soll das Joint Venture erst Ende des zweiten Quartals 2027 vollständig abbilden. Bis dahin dürfte der ausgewiesene Verschuldungsgrad über dem pro-forma-Wert bleiben.

Die ADR schlossen zuletzt bei 9,50 Dollar, rund 16 Prozent über dem Niveau von vor drei Monaten. Zum Vergleich der Zahlen mit den Erwartungen lassen sich wegen der Konsolidierung und der Währungsumstellung kaum belastbare Schlüsse ziehen. Der nächste Gradmesser ist das Quartal, in dem Arbex erstmals über volle drei Monate Vergleichsbasis liefert.

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