Straumann, Holding

Straumann Holding Aktie: UBS hebt Kursziel auf 115 CHF

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 07:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Straumann steigert den Halbjahresumsatz und bestätigt die Jahresziele. Ein CEO-Wechsel sowie unterschiedliche Analystenurteile prägen den Ausblick.

Straumann-Aktie: Analysten setzen auf Erholung trotz Risiken
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Der Schweizer Dentalspezialist Straumann Holding rückt nach einer Phase der Kurskorrektur wieder verstärkt in den Fokus der Anleger. Während der Titel im vergangenen Monat deutlich unter Druck geriet, setzen erste Analysten auf eine Trendwende. Die Kombination aus einer soliden Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und einem anstehenden Wechsel an der Unternehmensspitze sorgt für neue Impulse am Markt.

Analysten uneins über Bewertung und Risiken

In der vergangenen Woche gab es für die Papiere Rückenwind durch eine neue Einschätzung der Großbank UBS. Medienberichten zufolge hob das Institut die Einstufung für Straumann am Donnerstag von „Neutral“ auf „Kaufen“ an. Das Kursziel wurde dabei deutlich von 90 CHF auf 115 CHF nach oben korrigiert. Die Experten begründeten diesen Schritt mit einer sich verbessernden Gewinndynamik und einer mittlerweile attraktiven Bewertung der Aktie.

Dem gegenüber steht eine vorsichtigere Haltung anderer Häuser. Ebenfalls Medienberichten zufolge stufte die Deutsche Bank das Papier am 21. August von „Buy“ auf „Hold“ herab und senkte das Kursziel von 119 CHF auf 99 CHF. Die Analysten verwiesen auf ein begrenztes Aufwärtspotenzial bei einer Bewertung, die kaum Spielraum für Fehler lasse.

Zudem berge der bevorstehende Wechsel im Management kurzfristige Umsetzungsrisiken. Am selben Tag äußerte sich JPMorgan hingegen optimistischer und erhöhte das Kursziel von 123 CHF auf 136 CHF bei einer Bestätigung der Einstufung „Overweight“.

Strategische Neuausrichtung an der Konzernspitze

Ein zentrales Thema für die Zukunft des Unternehmens ist die Personalie an der Spitze des Managements. Wie Straumann per Medienmitteilung bekannt gab, wird Christopher Norbye zum 1. Dezember die Rolle des CEO übernehmen. Er folgt auf Guillaume Daniellot, der nach fast zwei Jahrzehnten im Unternehmen und sieben Jahren in der Führungsposition zurücktritt. Norbye wechselt vom schwedischen Unternehmen Beijer Ref nach Basel.

Unter der Führung von Norbye konnten sich dort die Umsätze verdoppeln und die Gewinne verdreifachen. Zuvor leitete er als CEO die vier Milliarden Euro schwere Division Entrance Systems beim Sicherheitskonzern ASSA ABLOY.

Dort zeichnete er sich insbesondere durch die Steuerung digitaler Transformationsprozesse und organisatorischen Wandel aus. Diese Erfahrung soll nun dazu beitragen, die Marktstellung von Straumann weiter auszubauen und die Effizienz des Konzerns zu steigern.

Bestätigte Jahresziele trotz Marktschwankungen

Die operativen Zahlen untermauern den Wachstumskurs des Unternehmens. Laut einer Meldung via EQS News erzielte Straumann im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1,4 Milliarden CHF. Dies entspricht einem organischen Wachstum von 7,8 Prozent. Besonders im zweiten Quartal zog das Tempo mit einem organischen Plus von 8,5 Prozent und einem Quartalsumsatz von 707 Millionen CHF merklich an.

Auf Basis dieser Ergebnisse bestätigte das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Bei der Profitabilität wird eine Ausweitung der Core EBIT-Marge um 140 bis 170 Basispunkte angestrebt, sofern die Wechselkurse auf dem Niveau von 2025 stabil bleiben.

An der Börse spiegelte sich dieser Optimismus zuletzt nur bedingt wider. Am gestrigen Montag schloss das Papier bei 99,20 Euro. Damit verzeichnete der Wert innerhalb der letzten 30 Tage einen Rückgang von 9,4 Prozent.

Aktuell notiert die Aktie etwa 16 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, das am 1. Juli bei 118,60 Euro markiert wurde. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich derzeit auf rund 15,93 Milliarden Euro.

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