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STO Aktie: Ergebnis legt kräftig zu

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 11:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sto steigert im ersten Halbjahr Umsatz und EBIT trotz Wetterproblemen und schwacher Regionen. Die Jahresziele für 2026 bleiben bestehen.

STO-Aktie steigt: EBIT wächst im Halbjahr um 20,6 Prozent
Moderne Architektur und Stahlkonstruktionen bei goldenem Licht als Symbol für wirtschaftliches Wachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Wetterkapriolen, schwache Baukonjunktur, ein Krieg im Nahen Osten mit Folgen für die Beschaffungskosten — die Rahmenbedingungen für den Stühlinger Farben- und Dämmstoffhersteller waren im ersten Halbjahr 2026 alles andere als komfortabel. Trotzdem steht am Ende ein deutliches Ergebnisplus. Der Markt honoriert das: Die STO-Aktie zog auf Xetra zeitweise über vier Prozent an.

Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr um 3,7 Prozent auf 805,5 Millionen Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Wachstum bei 3,9 Prozent. Deutlich stärker legte das Ergebnis zu: Das EBIT kletterte um 20,6 Prozent auf 30,5 Millionen Euro, das Vorsteuerergebnis stieg um 16,8 Prozent auf 29,9 Millionen Euro.

Erstes Quartal aufgeholt

Strenger Frost und nasskalte Witterung zu Jahresbeginn, gefolgt von Hitzeperioden im zweiten Quartal — beides bremste die Arbeiten auf Außenbaustellen und traf vor allem das umsatzstärkste Segment, das Fassadengeschäft. Den Rückstand aus dem ersten Quartal konnte Sto im zweiten Quartal aufholen. Der Innenbereich, den der Konzern gezielt ausbaut, entwickelte sich derweil gut.

Regional zeigte sich ein gemischtes Bild. Deutschland lieferte mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 323,8 Millionen Euro einen wichtigen Wachstumsbeitrag. Das Segment Westeuropa insgesamt wuchs um 4,5 Prozent, während das Geschäft in Frankreich unter den Erwartungen blieb — dort wurden mehrere Großprojekte wegen angepasster staatlicher Förderprogramme verschoben.

Im Segment Amerika/Asien/Pazifik ging der Umsatz um 5,0 Prozent zurück, belastet durch die Dollar-Schwäche, die schrittweise Einstellung des Geschäftsbetriebs der kanadischen Tochter Skyrise Prefab Building Solutions und eine sehr schwache Nachfrage in China.

Die Umsatzrendite verbesserte sich auf 3,7 Prozent nach 3,3 Prozent im Vorjahreszeitraum, blieb aber unter dem Niveau früherer Jahre. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit minus 19,2 Millionen Euro deutlich negativer als im Vorjahr — Folge der für das Geschäft typischen Saisonalität und eines vorausschauenden Lageraufbaus, mit dem sich der Konzern gegen erwartete Preissteigerungen wappnet.

Prognose bleibt trotz Unsicherheit stehen

Für das Preisniveau auf der Beschaffungsseite und bei Frachtkosten macht der Konzern explizit den Krieg zwischen Iran, Israel und den USA verantwortlich. Nachfragebeeinträchtigungen oder Lieferengpässe schließt das Unternehmen für die kommenden Monate nicht aus.

Trotz dieser Unsicherheit bestätigte Sto die Jahresprognose für 2026: ein Konzernumsatz von 1,62 Milliarden Euro und ein EBIT zwischen 56 und 76 Millionen Euro. Im Juli lag der Umsatz bereits über dem Vorjahreswert und leicht über den eigenen Erwartungen — ein Signal, dass sich der positive Trend aus dem zweiten Quartal fortsetzt.

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