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Stif Aktie: Tesla stoppt Lieferungen ab Ende 2026

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 13:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Starkes Halbjahr mit 50,8 Prozent Umsatzplus, doch Tesla-Lieferungen enden 2027; BYD-Aufträge umfassen fünf Millionen Euro.

STIF senkt Finanzziele nach Teslas Megapack-Entscheidung
Moderne Produktionshalle mit automatisierten Fertigungsrobotern in einer Industrieanlage. Illustration mit AI erstellt.

Ein herber Dämpfer bei einem Schlüsselkunden überschattet die operative Entwicklung des französischen Unternehmens STIF. Trotz kräftiger Zuwächse im ersten Halbjahr 2026 muss das Unternehmen seine mittel- und langfristigen Finanzziele nach unten korrigieren.

Hintergrund ist die Entscheidung von Tesla in den USA, Sicherheitssysteme für das Energiespeichersystem Megapack 3 ohne STIF-Produkte auszustatten und alternative Lösungen zu wählen. Wie das Unternehmen gestern bekanntgab, werden sich die Lieferungen an den US-Konzern ab Ende 2026 verlangsamen. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet das Management mit keinerlei Umsätzen mehr durch Tesla.

Kräftiges Halbjahr stützt das Gesamtjahr 2026

Dabei fielen die vorgelegten Halbjahreszahlen für 2026 operativ dynamisch aus. Nach Unternehmensangaben kletterte der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 50,8 Prozent auf 55,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte parallel um 37,6 Prozent auf 12,6 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand ein auf die Gruppe entfallender Nettogewinn von 7,5 Millionen Euro, was einem Anstieg von 17,5 Prozent entspricht.

An den Zielen für das gesamte laufende Geschäftsjahr 2026 hält das Unternehmen fest. Angestrebt wird weiterhin ein Jahresumsatz von rund 110 Millionen Euro bei einem EBITDA von etwa 18 Millionen Euro. Die Verlangsamung der Lieferungen an Tesla gegen Ende des Jahres gefährdet diese Vorgabe nach jetzigem Stand noch nicht.

Gekappte Ziele für 2027 und 2030

Die strategischen Folgen des Kundenverlusts machen sich ab dem kommenden Jahr bemerkbar. Für 2027 passte STIF die Vorgaben deutlich an: Das Unternehmen stellt nun einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro sowie eine EBITDA-Marge von etwa 15 Prozent in Aussicht.

Zugleich kürzte der Konzern seine langfristigen Ambitionen für das Jahr 2030. Während das Management zuvor einen Umsatz von 200 Millionen Euro und eine EBITDA-Marge von über 20 Prozent anvisiert hatte, lautet das neue Ziel für 2030 rund 170 Millionen Euro Umsatz bei einer EBITDA-Marge von circa 17 Prozent. Der Wegfall von Tesla als Großkunde entzieht der bisherigen Wachstumsplanung damit spürbar Schwung.

Neue Aufträge von BYD und Kooperation mit CATL

Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden zu verringern, forciert STIF Schritte zur Diversifizierung seines Kundenstamms. Im Zuge der Vorlage der Halbjahreszahlen meldete das Unternehmen neue Aufträge des chinesischen Herstellers BYD mit einem Volumen von 5 Millionen Euro für das Jahr 2027. Parallel dazu vermeldete STIF erfolgreiche Brandtests im Rahmen laufender Qualifizierungsarbeiten mit dem Batteriehersteller CATL. Ob diese Projekte den Ausfall des Geschäfts mit Teslas Megapack 3 kompensieren können, muss sich in den kommenden Geschäftsjahren zeigen.

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