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Steyr Motors Aktie: Vorstand streicht Mittelfristprognose

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 20:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Steyr Motors senkte die Jahresziele; die Quartalszahlen am 22. Oktober sollen zeigen, ob sich der Auftragsbestand schneller abarbeiten lässt.

Steyr Motors: 310 Millionen Euro Aufträge, doch Auslieferungen verzögert
Abstrakte Darstellung industrieller Metallkomponenten und Zahnräder in gedimmtem Licht als Symbol für wirtschaftliche Unsicherheit Illustration mit AI erstellt.

Nach den gescheiterten Übernahmegesprächen mit Red Cat und Verzögerungen im Verteidigungsbereich rückt die operative Umsetzung bei Steyr Motors in den Vordergrund. Entscheidend für den Motorenbauer ist nun die Frage, wie schnell sich das bestehende Orderbuch in zählbare Erlöse verwandelt. Bei einem Kurs von 31,50 Euro suchen Anleger nach greifbaren Signalen für eine nachhaltige Trendwende.

Geplatzte Gespräche und gefüllte Orderbücher

Die Verhandlungen über eine Übernahme durch Red Cat führten zu keinem Ergebnis und sind offiziell beendet. Steyr Motors konzentriert sich folglich wieder auf das eigene Kerngeschäft sowie laufende Vorhaben wie die CORNUS-Fahrzeuge in Slowenien. Den operativen Rückhalt liefert ein Auftragsbestand von 310 Millionen Euro bis 2030.

Gleichzeitig erweitert die Übernahme von BUKH das Sortiment auf Motoren mit 24 bis 700 PS. Diese breitere industrielle Basis soll künftig zusätzliche Erlöse sichern, sobald die verzögerten Auslieferungen an Kunden wieder planmäßig anlaufen.

Gedämpfte Jahresziele nach schwachem Halbjahr

Operativ hinterließen die Verschiebungen im Rüstungsbereich deutliche Bremsspuren. Vor gut drei Wochen senkte der Vorstand daher die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr auf 55 bis 61 Millionen Euro. Zugleich wurden die Margenziele reduziert und die Mittelfristprognose für 2027 gestrichen.

Im ersten Halbjahr, dessen Zahlen vor rund einem Monat vorgelegt wurden, stagnierte der Umsatz bei 22,8 Millionen Euro. Neben einem knappen operativen EBIT von 0,1 Millionen Euro fiel unter dem Strich ein Nettoverlust an. Für das Gesamtjahr rechnen Analysten dennoch mit einem Gewinn je Aktie von 0,780 Euro.

Für Marktteilnehmer bleibt entscheidend, ob das Unternehmen die aufgelaufenen Auftragsverzögerungen im weiteren Jahresverlauf aufholen kann. Nur wenn die Abarbeitung spürbar anzieht, lassen sich die revidierten Jahresziele erreichen und neuer Korrekturbedarf abwenden.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am Aktienmarkt ringt der Titel unterdessen um Orientierung. Nachdem das Papier gestern bei 33,34 Euro aus dem Handel ging, notiert es heute bei 31,50 Euro. Damit bewegt sich die Notierung unmittelbar an ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 31,18 Euro.

Aus technischer Sicht gilt der Bereich um 35 Euro als charttechnischer Widerstand, dessen Überwindung weiteres Erholungspotenzial freisetzen könnte. Einen wichtigen Aufschluss über das tatsächliche Tempo der Auftragsabarbeitung liefern die Zahlen zum dritten Quartal, die am 22. Oktober vorgelegt werden.

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