Stellantis, Aktie

Stellantis Aktie: Übernimmt Werk in Thiruvallur vollständig

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Konzern hält nun sämtliche Anteile an seiner indischen Fertigung und plant für den Pariser Autosalon zahlreiche Fahrzeugpremieren.

Fotorealistische Automobil-Montagelinie mit Robotern und unmarkierten Fahrzeugen, Stellantis N.V
Stellantis N.V. (NL00150001Q9) zeigt fotorealistisch eine moderne Automobil-Montagelinie mit unmarkierten Fahrzeugkarosserien und Robotern Illustration mit AI erstellt.

Volle Kontrolle über Standort Thiruvallur

Der Automobilkonzern Stellantis stärkt seine Präsenz in Südasien und übernimmt die vollständige Kontrolle über seine indische Fertigung. Wie das Unternehmen mitteilte, erwarb der Konzern die verbliebenen Anteile an der Stellantis Automobiles India Private Limited von der Hindustan Motor Finance Corporation Ltd. (HMFCL). Damit befindet sich das bisherige Gemeinschaftsunternehmen mit dem Werk in Thiruvallur nun im Alleineigentum von Stellantis.

Der Schritt sichert dem Mehrmarkenkonzern uneingeschränkten Zugriff auf die Produktionskapazitäten in Indien. Für den Konzern kommt der Zukauf zu einem Zeitpunkt tiefgreifender Umbrüche im globalen Geschäft, während operative Prozesse gestrafft und Lieferketten neu geordnet werden.

An der Börse notiert die Stellantis-Aktie heute bei 4,12 Euro, was einem leichten Tagesplus von 1,6 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier jedoch ein Minus von 56 Prozent.

Modelloffensive und globale Markttrends

Parallel zur Konsolidierung der Produktionsstandorte bereitet das Management eine breite Präsentation neuer Modelle vor. Für den Pariser Autosalon vom 12. bis 18. Oktober kündigte Stellantis das Debüt von neun Konzeptfahrzeugen sowie mehr als 60 Fahrzeugen an. Auf der Messe sollen unter anderem Premieren der Marken Alfa Romeo, Citroën, DS Automobiles, FIAT, Lancia, Leapmotor, Opel und Peugeot gezeigt werden.

Zuvor präsentierte die Nutzfahrzeugsparte Stellantis Pro One auf der IAA Transportation in Hannover das Programm „Pro One NEXT“ mit drei Weltpremieren.

Die strategischen Herausforderungen verdeutlichte CEO Antonio Filosa auf einer Analystenkonferenz. Filosa wies auf eine deutliche Zweiteilung zwischen den USA und dem restlichen globalen Automobilmarkt hin. Dabei hob der Vorstandschef insbesondere auseinanderdriftende Handels- und Rahmenbedingungen hervor.

Kooperationspläne und Portfolioanpassungen

Neben internen Anpassungen lotet der Konzern zusätzliche Partnerschaften aus. Laut Reuters führt Stellantis Gespräche mit Huawei und der JAC Group über eine langfristige industrielle Kooperation für die Sportwagenmarke Maserati. Zudem unterzeichnete der Konzern eine Absichtserklärung mit Roshel über den potenziellen Verkauf des stillgelegten Fahrzeugwerks in Brampton im kanadischen Ontario, wo Roshel ein Rüstungsfertigungszentrum plant.

Im Bereich der Kreislaufwirtschaft baute die Konzerneinheit SUSTAINera ihr Angebot an wiederaufbereiteten Teilen für Elektro- und Hybridfahrzeuge weltweit aus. Bei den internen Beteiligungsverhältnissen gab es ebenfalls eine Veränderung: Gilles R.V., Head of Design bei Stellantis, veräußerte 23.053 Aktien des Unternehmens.

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