Stellantis Aktie: Marktanteil sinkt trotz August-Zulassungsplus
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 06:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der europäische Automobilmarkt hat im August wieder angezogen, doch Stellantis kann mit dem Gesamttempo nicht Schritt halten. Wie Daten des Branchenverbands ACEA zeigen, legten die Neuzulassungen in der Europäischen Union um 5,3 Prozent auf 832.637 Fahrzeuge zu.
Die Auslieferungen von Stellantis wuchsen im selben Zeitraum lediglich um 3,5 Prozent. In der Folge sank der Marktanteil des Konzerns in der EU von 14,2 Prozent im Vorjahresmonat auf 14,0 Prozent.
Treiber des Branchenwachstums waren vor allem elektrifizierte Fahrzeuge: Die Neuzulassungen rein batterieelektrischer Autos kletterten europaweit um 52,2 Prozent. Dass Stellantis in diesem Umfeld an Boden verlor, setzte die Aktie an den Handelsplätzen unter Druck. Am Freitag schloss das Papier mit einem leichten Tagesplus von 2,7 Prozent bei 4,04 Euro, nachdem es am Donnerstag mit 3,93 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert hatte.
Großaktionär hadert mit der Kursentwicklung
Laut Reuters äußerte sich am Donnerstag auch Peugeot Invest zur Lage des Konzerns. Der zweitgrößte Anteilseigner von Stellantis bescheinigte den Ergebnissen des ersten Halbjahres zwar einige positive Signale. Die Performance des Aktienkurses bezeichnete die Beteiligungsgesellschaft jedoch unmissverständlich als enttäuschend. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertverlust von 57 Prozent.
Die Skepsis der Investoren speist sich nicht allein aus den Absatzzahlen. Auch geopolitische und handelspolitische Weichenstellungen beschäftigen das Management.
Gemeinsam mit weiteren Branchenvertretern wandte sich Stellantis an die US-Regierung unter Donald Trump mit der Forderung, chinesischen Autobauern den Verkauf, den Import sowie die Produktion von Fahrzeugen in den Vereinigten Staaten zu untersagen.
In Europa wiederum verfolgen Wettbewerber eigene Expansionspläne: Ein Berater des chinesischen Herstellers BYD erklärte, Italien sei für ein künftiges Werk nur eine Ausweichoption, da Stellantis nicht bereit sei, bestehende Standorte abzugeben.
Tarifkonflikt in Nordamerika schwelt weiter
Zusätzliche Unruhe bringt das nordamerikanische Geschäft. In Kanada lief am 20. September der Tarifvertrag für die dortigen Stellantis-Beschäftigten aus, während die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Unifor andauern. Streitpunkt ist insbesondere die geplante Veräußerung des stillgelegten Montagewerks in Brampton in der Provinz Ontario.
Stellantis hat eine Absichtserklärung mit dem Rüstungsunternehmen Roshel über einen Verkauf unterzeichnet. Unifor befürchtet Konsequenzen für mehr als 2.000 Arbeitsplätze und drohte im Zuge der Verhandlungen bereits mit Streikmaßnahmen.
Stellantis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stellantis-Analyse vom 26. September liefert die Antwort:
Die neusten Stellantis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stellantis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Stellantis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
