Stellantis, Aktie

Stellantis Aktie: 53 Prozent Minus seit Jahresanfang

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 05:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Morgan Stanley stuft Stellantis wegen Profitabilitätsrisiken ab. Kurs, Rückruf und Produktionsstopp erhöhen den Druck auf den Autobauer.

Fotorealistische Automobil-Montagelinie mit Robotern und unmarkierten Fahrzeugen, Stellantis N.V
Stellantis N.V. (NL00150001Q9) zeigt fotorealistisch eine moderne Automobil-Montagelinie mit unmarkierten Fahrzeugkarosserien und Robotern Illustration mit AI erstellt.

Eine Herabstufung durch Morgan Stanley wegen zunehmender Margensorgen hat die Aktie von Stellantis belastet. Am gestrigen Dienstag sank der Kurs des Automobilherstellers um 2,6 Prozent auf 4,44 Euro. Medienberichten zufolge löste der Schritt des Analysehauses neuen Verkaufsdruck an den Märkten aus.

Analysten senken Daumen wegen Margensorgen

Am Montag stufte Morgan Stanley die Aktie von „Equalweight“ auf „Underweight“ herab. Als ausschlaggebend für die Neubewertung führten die Experten Bedenken hinsichtlich der Profitabilität und der Margenentwicklung an.

Die Herabstufung verstärkt den bereits länger anhaltenden Abwärtstrend des Papiers. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Kursverlust von 53 Prozent. Damit spiegelt die Entwicklung die anhaltende Skepsis der Investoren wider, die neben allgemeinen Branchenbelastungen auch operative Risiken des Konzerns einpreisen.

Strategische Kluft und operative Belastungen

Zu den fundamentalen Unsicherheiten trugen zuletzt auch Äußerungen der Unternehmensführung bei. CEO Antonio Filosa erklärte am 10. September auf einer Analystenkonferenz, es gebe im weltweiten Automobilmarkt eine klare Spaltung zwischen den USA und allen anderen Regionen. Diese Entwicklung mache für das US-Geschäft und die globalen Märkte voneinander abweichende Strategien erforderlich.

Parallel dazu sorgen operative Probleme für Gegenwind. Laut US-Sicherheitsbehörden rief das Unternehmen am 10. September insgesamt 201.976 Fahrzeuge der Marke Jeep zurück. Ein Softwarefehler kann dazu führen, dass das Reifendruck-Kontrollsystem einen zu niedrigen Druck nicht erkennt oder die entsprechende Warnleuchte ausbleibt.

Bereits am 1. September sah sich Stellantis zudem veranlasst, die Fertigung im Werk Mirafiori in Turin erneut zu stoppen. Ursache war ein Mangel an Motorkomponenten bei einer gleichzeitig unerwartet starken Nachfrage nach Hybridmodellen.

Verhandlungen über Standorte und Partnerschaften

Vor diesem Hintergrund arbeitet der Konzern an der Anpassung seiner Kapazitäten. Wie Stellantis mitteilte, wurde am 11. September eine Absichtserklärung mit dem kanadischen Panzerfahrzeughersteller Roshel unterzeichnet. Die Vereinbarung zielt auf einen möglichen Verkauf einer stillgelegten Fabrik nahe Toronto ab.

Zugleich sucht der Autobauer nach Allianzen für einzelne Konzernmarken. Laut einem Bericht von Reuters befindet sich Stellantis in Gesprächen mit Huawei und der JAC Group über eine langfristige industrielle Kooperation bezüglich der Marke Maserati.

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