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Steel Dynamics Aktie: Rekordlieferungen treiben Gewinn

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 22:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Nettogewinn stieg im dritten Quartal auf 756 Millionen Dollar; das Aluminiumgeschäft schrieb operativ weiterhin rote Zahlen.
Bauhaus-Poster mit geometrischen Formen symbolisiert Steel Dynamics Inc., ISIN US8581191009, im Sektor Stahl Illustration mit AI erstellt.

Steel Dynamics hat im dritten Quartal fast doppelt so viel verdient wie ein Jahr zuvor. Auslöser sind Rekordlieferungen und steigende Stahlpreise. Nur das junge Aluminiumgeschäft bremst noch.

Stahl liefert den Gewinnsprung

Der Konzern setzte 6,5 Milliarden Dollar um, der Nettogewinn erreichte 756 Millionen Dollar. Das entspricht 5,26 Dollar je Aktie, nach 2,74 Dollar im Vorjahresquartal. Gegenüber dem zweiten Quartal 2026 stieg der Gewinn je Aktie von 3,69 Dollar.

Die Stahlsparte lieferte mit 3,8 Millionen Tonnen so viel wie nie zuvor. Der durchschnittliche Verkaufspreis kletterte um 102 Dollar auf 1.400 Dollar je Tonne. Parallel dazu sank der Schrottpreis leicht auf 404 Dollar je Tonne, die Margen weiteten sich also aus.

Vorstandschef Mark Millett verweist auf niedrige Kundenlagerbestände, historisch geringe Importe und längere Lieferzeiten. Handelsmaßnahmen hätten zudem die Einfuhren von beschichtetem Flachstahl gedrückt.

Aluminium bleibt Baustelle

Die Aluminiumsparte verbuchte einen operativen Verlust von 26 Millionen Dollar, rund ein Fünftel weniger als im Vorquartal. Auf EBITDA-Basis erreichte sie die Gewinnschwelle.

Allerdings blieben die Mengen über mehrere Wochen hinter den Erwartungen zurück, weil die Ausschussquote stieg. Die Ursache lag in der Zusammensetzung des Kühlmittels im Warmwalzwerk. Das Unternehmen hat sie nach eigenen Angaben behoben, im Oktober laufe das Werk hervorragend.

Alle drei Kaltwalzwerke sind inzwischen in Betrieb. Die erste von zwei Glüh- und Wärmebehandlungslinien soll noch in diesem Jahr Fahrzeugprodukte ausliefern, die zweite folgt Anfang 2027. Für das vierte Quartal und 2027 erwartet das Management bessere Mengen und Profitabilität.

Kapitalrückgabe und Führungswechsel

Die Stahlverarbeitung profitiert von einem Auftragsbestand, der 50 Prozent über dem Vorjahr liegt und bis ins zweite Quartal 2027 reicht. Rechenzentren und Gewerbebau treiben die Nachfrage. Der operative Cashflow betrug 846 Millionen Dollar. Davon flossen 276 Millionen Dollar in Aktienrückkäufe, rund ein Prozent der ausstehenden Papiere. Die Liquidität liegt bei 2,4 Milliarden Dollar.

Zudem hat das Unternehmen sechs Beförderungen bekannt gegeben. Drei Manager steigen zum 1. Oktober zu Senior Vice Presidents auf, drei weitere Wechsel greifen zum 1. November. Dominic Freiburger übernimmt dann als Treasurer und berichtet an den designierten Finanzchef Rick Poinsatte. Die neue Chefin Theresa Wagler übernimmt die Spitze nach den im August angekündigten Wechseln.

Am Dienstag, 20. Oktober, erläutert das Management die Zahlen in einer Telefonkonferenz um 11:00 Uhr US-Ostküstenzeit. Dort dürfte sich zeigen, wie konkret die Aluminium-Erholung im vierten Quartal ausfällt.

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