Starbucks Aktie: Dementi beruhigt Aktionäre
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 17:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Starbucks kauft Chipotle nicht. Mit diesem knappen Satz hat eine Unternehmenssprecherin am Montag wochenlange Spekulationen über den größten Restaurant-Deal aller Zeiten beendet. Die Aktie der Kaffeekette legte daraufhin zu.
Gerüchte mit Nebenwirkungen
Ausgelöst hatte alles ein Bericht der "Financial Times" von vergangener Woche. Demnach arbeitete Starbucks in den vergangenen Monaten mit Beratern an einem Übernahmeangebot für die Burrito-Kette. Chipotle-Aktien sprangen daraufhin um mehr als sieben Prozent nach oben, Starbucks-Papiere gaben um rund drei Prozent nach.
Die Reaktion zeigt, wie der Markt die Idee bewertete. Chipotle-Anleger träumten von einem Wiedersehen mit Brian Niccol, der die Kette früher führte und sich dort als Sanierer einen Namen machte. Starbucks-Aktionäre sahen dagegen eine teure Ablenkung, während der Konzern mitten in der eigenen Neuausrichtung steckt.
Dazu kam der Kontext: Chipotle hatte nach einem holprigen Jahr 2025 mit sinkendem Gästeaufkommen an Wert verloren und schien damit ein günstigeres Ziel. Berichten zufolge hatte die Kette bereits Berater angeheuert, um sich gegen aktivistische Investoren oder ein ungebetenes Angebot zu wappnen.
Was ein Zusammenschluss bedeutet hätte
Rechnerisch wäre ein Konzern mit rund 50 Milliarden Dollar Jahresumsatz entstanden. Chipotle bringt es auf einen Börsenwert von etwa 40 Milliarden Dollar. Ein solcher Riese hätte sich womöglich besser gegen verunsicherte, inflationsgeplagte Verbraucher und steigende Betriebskosten gewappnet. Genau diese Argumente blieben nun theoretisch.
Chipotle äußerte sich zunächst nicht zu dem Dementi. Die Aktie der Burrito-Kette gab im Handel rund zwei Prozent nach, die Starbucks-Aktie stieg zeitweise um gut ein Prozent auf 91,71 Dollar.
Damit ist der Kursverlust der Vorwoche zumindest teilweise ausgeglichen. Niccol kann sich nun wieder auf sein eigentliches Projekt konzentrieren: bessere Servicequalität und gemütlichere Filialen, mit denen er die rückläufigen Geschäfte von Starbucks wieder auf Wachstumskurs bringen will.
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