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Starbucks Aktie: Berufungsgericht stützt Management

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

US-Gerichte begrenzen NLRB-Entscheidungen zugunsten von Starbucks, während Gewerkschaftskonflikte anhalten und das Herbstgeschäft kräftig startet.

Fotorealistisches modernes Kaffeehaus mit Barista an der Espressomaschine und weißen Bechern
Starbucks Corp. US8552441094 zeigt fotorealistische Kaffeehaus-Szene mit Barista und weißen Bechern am Tresen Illustration mit AI erstellt.

Am US-Börsenplatz sorgt eine Reihe gerichtlicher Entscheidungen für neue Impulse bei Starbucks. Während US-Berufungsgerichte gestern und am vergangenen Sonntag Urteile der nationalen Arbeitsbehörde NLRB zugunsten des Kaffeekonzerns einschränkten, bereitet sich die Arbeitnehmerseite auf weitere Proteste vor. Operativ profitiert das Unternehmen unterdessen von einem Rekordstart seines herbstlichen Saisonangebots.

Entlastung durch US-Gerichtsurteile

Das 5. US-Berufungsgericht in New Orleans revidierte gestern eine Entscheidung der NLRB in wesentlichen Punkten. Die Richter stuften Aussagen des Managements zu einem Einstellungsstopp und Stundenkürzungen als rechtmäßig ein und widersprachen damit der Aufforderung der Behörde, diese als illegale Drohungen zu werten. Bestätigt wurde hingegen, dass Warnungen gegenüber Mitarbeitern bezüglich ihres Mutterschaftsurlaubs rechtswidrig waren.

Parallel dazu erzielte Starbucks einen Erfolg vor dem Zweiten Gerichtsbezirk. Das Gericht lehnte eine pauschale Verurteilung der Uniformpolitik des Konzerns aus dem Jahr 2022 ab. Stattdessen verlangten die Richter eine detaillierte Abwägung zwischen den Arbeitgeberinteressen und den Rechten der Arbeitnehmer, was die Position des Unternehmens in laufenden Verfahren zur Kleiderordnung stärkt.

Konflikte um gewerkschaftliche Organisierung

Trotz der juristischen Entlastung bleibt die Lage an der Basis angespannt. Die Gewerkschaft Starbucks Workers United, die nach eigenen Angaben fast 700 Filialen vertritt, setzt ihren Boykott fort. Die Organisation fordert einen Mindestlohn von 17 US-Dollar sowie verbesserten Personalschutz und hat für den 14. September einen weiteren Aktionstag angekündigt. Mittlerweile sind rund 12.000 Baristas in der Gewerkschaft organisiert.

Demgegenüber steht eine Gegenbewegung innerhalb der Belegschaft. In San Diego reichte ein Supervisor eine Petition zur Auflösung der dortigen Gewerkschaftsvertretung ein. Laut Berichten der New York Post unterstützen 64 Prozent der betroffenen Mitarbeiter diesen Schritt, nachdem ein Weihnachtsstreik zu massiven Einbußen bei den Arbeitsstunden geführt hatte. Die Petition liegt derzeit der Arbeitsbehörde zur Prüfung vor.

Rekordstart im Herbstgeschäft

Die operative Seite liefert unterdessen positive Signale. Der Verkaufsstart der diesjährigen Herbstserie am 25. August markierte den bisher stärksten ersten Tag in der Geschichte der Märkte USA und Kanada. Besonders der Klassiker Pumpkin Spice Latte und neue Produktvarianten trieben die Absatzzahlen.

Diese Dynamik folgt auf ein solides drittes Quartal, in dem die US-Vergleichsumsätze um 7,9 Prozent stiegen und eine operative Marge von 14,4 Prozent erzielt wurde. Das Ergebnis je Aktie belief sich in diesem Zeitraum auf 0,85 US-Dollar.

An der Börse wird das Papier aktuell bei 89,30 Euro gehandelt. Trotz der jüngsten Volatilität verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn ein Plus von 23 Prozent.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 97,49 Euro beträgt derzeit minus 8,4 Prozent, was den Titel in einer Konsolidierungsphase nahe seinem Jahreshöchststand hält. Das Management hält für das Gesamtjahr an seiner Prognose für ein Ergebnis je Aktie zwischen 2,55 und 2,65 US-Dollar fest.

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