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Standard Lithium Aktie: Lieferverpflichtungen erreichen 20.000 Tonnen

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 16:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine neue Option hebt das mögliche jährliche Absatzvolumen der Partner auf bis zu 20.000 Tonnen Lithiumkarbonat.

Standard Lithium erweitert mögliche Liefermengen an Trafigura
Moderne Industrieanlage zur nachhaltigen Lithium-Gewinnung in einem professionellen, atmosphärischen Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Standard Lithium legt am heutigen Dienstag um 2,1 Prozent zu und notiert bei 1,64 Euro. Einen direkten Auslöser für das Kursplus lieferten die jüngsten Handelsmeldungen zwar nicht, operativ meldete das Unternehmen jedoch gestern eine Anpassung bestehender Lieferstrukturen. Gemeinsam mit dem Partner Equinor passte Standard Lithium den bestehenden Abnahmevertrag mit dem Rohstoffhändler Trafigura an.

Zusätzliche Kapazitäten im Smackover-Projekt

Kern der gestern bekannt gegebenen Vereinbarung für das Projekt Smackover Lithium ist eine neue Option. Diese räumt der Partnerschaft aus Standard Lithium und Equinor das Recht ein, Trafigura mit bis zu 4.000 zusätzlichen Tonnen Lithiumkarbonat in Batteriequalität pro Jahr zu beliefern.

Dieser Schritt ergänzt die bereits bestehende Basisvereinbarung. Ursprünglich hatten die Projektpartner eine feste jährliche Abnahme von 8.000 Tonnen Lithiumkarbonat mit Trafigura vereinbart. Durch die neu verhandelte Klausel erhöht sich das potenzielle Liefervolumen an den Rohstoffhändler somit auf bis zu 12.000 Tonnen pro Jahr.

Gesamtvolumen wächst auf 20.000 Tonnen

Zusammen mit den weiteren Vertriebswegen steigt die Gesamtkapazität der vertraglich gebundenen Mengen deutlich an. Vor rund einem Monat schlossen die Partner bereits ein Abnahmeabkommen mit LG Energy Solution ab, das ebenfalls ein jährliches Volumen von 8.000 Tonnen Lithiumkarbonat umfasst.

Addiert man die feste Zusage an Trafigura, das Abkommen mit LG Energy Solution und die neu vereinbarte Aufstockungsoption, erreichen die potenziellen Lieferverpflichtungen ein Gesamtvolumen von bis zu 20.000 Tonnen pro Jahr. Damit schafft die Partnerschaft planbare Absatzkanäle für ihre künftige Produktion batteriefähigen Materials.

Umbau im Aufsichtsgremium

Neben den Fortschritten bei den Abnahmeverträgen gab es zuletzt auch Veränderungen in der Führungsebene des Unternehmens. Vor rund zwei Wochen wurde der Rücktritt von Vorstandsmitglied Karen Narwold wirksam. Standard Lithium teilte mit, dass das Gremium nach ihrem Ausscheiden aus acht Mitgliedern besteht. Zugleich hat das Unternehmen die Suche nach einem neuen unabhängigen Direktor aufgenommen.

An der Börse sorgte das Umfeld dennoch für spürbaren Gegenwind: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 59 Prozent. Mit dem heutigen Zuwachs stabilisiert sich der Kurs vorerst in der Nähe des jüngsten Tiefstandes.

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