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Stadler Rail Aktie: SAR bestellt Folgezüge

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 06:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SAR bestellt zehn zusätzliche Züge und erweitert die Wartung; der Auftrag ließ die Stadler-Aktie am Freitag um 3,9 Prozent steigen.

Architektur-Rendering einer modernen Zugbau-Produktionsanlage aus Glas und Stahl
Stadler Rail AG (CH0002178181) zeigt ein modernes Architektur-Rendering der Produktionsanlage für den Schienenfahrzeugbau Illustration mit AI erstellt.

Ein Folgeauftrag aus Saudi-Arabien hat Stadler Rail am Freitag einen Kursgewinn von 3,9% beschert. Saudi Arabia Railways (SAR) bestellte weitere Intercity-Züge im Wert von über 300 Millionen Schweizer Franken. Die Nachricht war der ausdrücklich genannte Treiber der positiven Kursreaktion.

Für Anleger steht damit ein konkreter Vertragsabschluss im Mittelpunkt. Der Auftrag knüpft an eine bestehende Kundenbeziehung an und umfasst neben zusätzlichen Fahrzeugen auch die Erweiterung der Wartung. Zugleich meldete Stadler zuletzt Fortschritte bei der Auslieferung anderer Flotten.

Folgegeschäft mit bestehendem Kunden

Nach Angaben von Stadler übte SAR am Freitag eine Option aus dem Vertrag von 2024 aus. Die Bahngesellschaft bestellte damit zehn weitere Intercity-Züge. Der bestehende Wartungsvertrag wird im Zuge des Auftrags erweitert.

Die Bestellung ist somit kein isoliertes Neugeschäft, sondern die Fortsetzung eines bereits vereinbarten Projekts. Für die Einordnung der Nachricht ist diese Verbindung entscheidend: SAR nutzt eine vertragliche Option und weitet zugleich die Betreuung der Flotte aus. Die Zusammenarbeit reicht damit über die Lieferung der zusätzlichen Züge hinaus.

Der gemeldete Auftragswert gibt der Nachricht ihr finanzielles Gewicht. Aus Anlegersicht sind der Fahrzeugauftrag und die ergänzende Wartung gemeinsam zu betrachten. Beide Bestandteile erweitern das Geschäft mit demselben Kunden.

Auslieferungen ergänzen den Auftragseingang

Parallel zum Folgeauftrag stehen abgeschlossene Fahrzeuglieferungen. Am Mittwoch lieferte Stadler sechs vollelektrische FLIRT-Züge für die italienische Region Aostatal aus. Stadler und Trenitalia übernehmen für fünf Jahre die Wartung der neuen Flotte.

Auch hier verbindet sich das Fahrzeuggeschäft mit der anschließenden Betreuung. Anders als bei der saudischen Bestellung steht bei dieser Meldung die Auslieferung im Vordergrund. Auftragseingang und Projektabschluss betreffen damit unterschiedliche Etappen des Geschäfts.

Am 5. Oktober präsentierten Stadler und Metra in Chicago den ersten für den US-Markt entwickelten batterieelektrischen FLIRT. Metra hat acht Züge bestellt. Der Fahrgastbetrieb soll bis 2028 beginnen.

Dieses Projekt richtet den Blick auf eine noch bevorstehende Inbetriebnahme. Die Präsentation ist ein Entwicklungsschritt, aber nicht mit dem Start des Fahrgastbetriebs gleichzusetzen.

Einen abgeschlossenen Lieferauftrag meldete Stadler dagegen am 2. Oktober: Das Unternehmen übergab der SBB den letzten von insgesamt 60 doppelstöckigen InterRegio-Zügen. Zusammen zeigen diese Meldungen Fortschritte bei mehreren Projekten. Den konkreten Impuls für den Kursanstieg am Freitag gab jedoch der neue SAR-Auftrag.

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