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St Barbara Aktie: Lingbao übernimmt New Simberi

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 08:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

St Barbara veräußert New Simberi an Lingbao und stärkt die Liquidität. Der Abschluss ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

St Barbara verkauft New Simberi für 453 Millionen A$
Professionelle Aufnahme einer Goldmine in einer Berglandschaft bei Sonnenaufgang mit stimmungsvoller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Der australische Bergbaukonzern St Barbara trennt sich von seiner verbleibenden Beteiligung am New-Simberi-Goldprojekt. Wie das Unternehmen mitteilte, übernimmt die Lingbao Gold Group das Vorhaben gegen eine Barzahlung von insgesamt 453 Millionen A$.

An den Märkten sorgt der Schritt für deutliche Kursgewinne: Im vorbörslichen Handel legte die Aktie am heutigen Donnerstag um 7,2 Prozent auf 0,5445 Euro zu und erreichte damit ein neues 52-Wochen-Hoch.

Schuldenfreiheit und Sonderdividende in Aussicht

Die finanzielle Vereinbarung gliedert sich in eine Vorabzahlung in Höhe von 410 Millionen A$ sowie eine Kapitalrückzahlung von 43 Millionen A$. Durch den Erlös verbessert sich die bilanzielle Lage des Konzerns erheblich. Nach Vollzug der Transaktion wird der Pro-forma-Barmittelbestand voraussichtlich rund 880 Millionen A$ erreichen, womit das Unternehmen vollständig schuldenfrei dasteht.

Angesichts des hohen Mittelzuflusses erwägt das Board of Directors eine Sonderdividende von rund 0,13 A$ je Anteilsschein. Zudem deklarierte St Barbara eine voll frankierte reguläre Dividende von 0,05 A$ je Aktie. Die Transaktion soll den Aktionärswert unmittelbar heben und dem Management neue finanzielle Handlungsspielräume eröffnen.

Lizenzgebühren sichern langfristigen Cashflow

Über die einmalige Barabfindung hinaus sicherte sich St Barbara fortlaufende Erlösanteile an künftigen Fördermengen. Die Vereinbarung beinhaltet eine Lizenzgebühr in Höhe von 2,75 Prozent des Netto-Schmelzerlöses auf die Gold- und Silberproduktion aus New Simberi. Für Mineralien aus dem Gebiet der Tabar-Inseln wurde zudem ein Satz von 1,5 Prozent vereinbart.

Die Zahlungen aus diesem Lizenzmodell sollen im Juli 2027 beginnen und sind durch eine Garantie der Muttergesellschaft Lingbao abgesichert. Unter Annahme eines Goldpreises von 4.000 US-Dollar je Unze und bei einem Abzinsungssatz von 5 Prozent beläuft sich der geschätzte Barwert dieser künftigen Lizenzströme auf 212 Millionen A$.

Abschluss für Anfang 2027 avisiert

Bis zum endgültigen Vollzug der Vereinbarung sind allerdings noch mehrere Hürden zu nehmen. Beide Unternehmen peilen den formellen Abschluss für das erste Quartal 2027 an. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen in China sowie in Papua-Neuguinea.

Zudem müssen die Aktionäre beider beteiligten Gesellschaften der Transaktion zustimmen. Ab dem Zeitpunkt der Unterzeichnung bis zum endgültigen Abschluss verpflichtet sich Lingbao, den auf St Barbara entfallenden Anteil an den laufenden Kapitalanforderungen des Projekts zu tragen.

Parallel dazu bereitet der Bergbaukonzern weitere Schritte zur Kapitalallokation vor. Nach der Veröffentlichung einer aktualisierten Vormachbarkeitsstudie für das 15-Mile-Processing-Hub-Projekt, die für Ende September 2026 erwartet wird, prüft das Management den Rückkauf von bis zu 100 Millionen eigenen Aktien über den Markt.

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