SSE, Tangy-Ausbau

SSE: Tangy-Ausbau auf 96 Megawatt

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 04:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SSE plant die Kapazität des Windparks Tangy auf 96 Megawatt zu erhöhen und investiert 33 Milliarden Pfund in die britische Strominfrastruktur.

SSE Aktie: Schottischer Windpark-Ausbau fast verfünffacht – Milliarden-Investitionen
Moderne Windkraftanlagen in einer weitläufigen Landschaft bei goldenem Sonnenlicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

SSE drückt beim Ausbau der erneuerbaren Energien massiv aufs Tempo. Der britische Energieversorger plant, ein zentrales Windprojekt in Schottland fast zu verfünffachen, um der steigenden Nachfrage nach grünem Strom gerecht zu werden.

Massive Kapazitätserweiterung in Schottland

In der Region Argyll und Bute plant die Tochtergesellschaft SSE Renewables eine tiefgreifende Erneuerung des Windparks Tangy. Ursprünglich war die Anlage für eine Leistung von 18,7 Megawatt vorgesehen. Nun beantragte das Unternehmen eine Erweiterung auf insgesamt 96 Megawatt.

Der neue Plan sieht vor, 22 ältere Turbinen durch lediglich 16 moderne Anlagen zu ersetzen. Diese effizienteren Maschinen erreichen Spitzenhöhen von bis zu 200 Metern. Steigende Kosten in der Lieferkette sowie die Einstellung älterer Turbinenmodelle machten diese radikale Umplanung notwendig.

Rekordinvestitionen in die Infrastruktur

Das Vorhaben ist Teil eines gewaltigen Investitionsprogramms. Im Rahmen des „Net Zero Acceleration Programme Plus“ will SSE innerhalb von fünf Jahren rund 33 Milliarden Pfund investieren. Ziel ist der vollständige Umbau der britischen Strominfrastruktur.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 zahlte sich dieser Kurs bereits aus. Die Produktion aus erneuerbaren Energiequellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 3,3 Terawattstunden. Neben neuen Kapazitäten begünstigten vor allem gute Wetterbedingungen diesen Anstieg.

Finanzierung und Marktlage

Um das jährliche Investitionsziel von fünf Milliarden Pfund abzusichern, beschaffte sich der Konzern frisches Kapital. Zwei Serien von Hybridanleihen über insgesamt 1,3 Milliarden Euro wurden bereits zum Handel an der Londoner Börse zugelassen.

Die Zinskosten für dieses Kapital liegen im Schnitt zwischen 4,375 und 4,75 Prozent. Parallel dazu hält der Vorstand an seiner Gewinnprognose fest. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll für das Geschäftsjahr 2026/27 weiterhin zwischen 168 und 193 Pence liegen.

An der Börse spiegelte sich der operative Schwung zuletzt kaum wider. Die Aktie verlor auf Wochensicht rund 3,5 Prozent und notiert aktuell bei 27,70 Euro. Ein RSI von 42,5 signalisiert eine neutrale Lage, nähert sich aber der technisch überverkauften Zone.

Im Dezember 2026 steht ein Wechsel im Aufsichtsrat an. Dann wird John Pettigrew seine neue Rolle als unabhängiges Mitglied des Gremiums antreten.

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