SSE: Kangaroo-Anleihe 2,5-fach überzeichnet
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktionäre des britischen Energiekonzerns SSE können sich in der kommenden Woche auf eine Ausschüttung freuen. Während die Vorbereitungen für die Auszahlung der Schlussdividende laufen, sichert das Unternehmen seine langfristigen Investitionen durch eine weitreichende Finanzierungsstrategie am internationalen Kapitalmarkt ab. Parallel dazu meldet SSE operative Fortschritte bei einem Schlüsselprojekt zur Stabilisierung des irischen Stromnetzes.
Dividende steigt um sieben Prozent
Am kommenden Donnerstag, den 17. September, zahlt SSE die finale Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 aus. Laut Unternehmensangaben erhalten Anleger eine Schlusszahlung von 47,3 Pence pro Aktie. Damit beläuft sich die Gesamtausschüttung für das volle Jahr auf 68,7 Pence je Anteilsschein. Dies entspricht einer Erhöhung von 7 % im Vergleich zum vorangegangenen Zeitraum.
Das Unternehmen setzt damit seinen Kurs einer verlässlichen Gewinnbeteiligung fort. Für Investoren ist dieser Termin ein wichtiger Fixpunkt im Kalender, da SSE die Ausschüttungen in die langfristige Strategie des Konzernumbaus einbettet. Die Aktie beendete den Handel am Freitag mit einem Plus von 1,1 % bei 27,90 €.
Debüt am australischen Anleihemarkt
Um die massiven Investitionen in die grüne Infrastruktur zu finanzieren, hat SSE im August erstmals den australischen Kapitalmarkt angezapft. Das Unternehmen emittierte sogenannte „Kangaroo“-Anleihen mit einem Gesamtvolumen von einer Milliarde australischen Dollar, was etwa 520 Millionen Pfund entspricht.
Die Nachfrage war laut Medienberichten hoch: Das Orderbuch war 2,5-fach überzeichnet, was die dritthöchste Nachfrage für eine Unternehmensanleihe dieser Art in der Geschichte des australischen Marktes markiert.
Die Emission wurde in zwei Tranchen aufgeteilt. Eine Tranche über 600 Millionen australische Dollar mit einer Laufzeit bis zum 20. August 2031 ist mit einem Kupon von 5,6 % ausgestattet. Die zweite Tranche über 400 Millionen australische Dollar läuft bis zum 20. August 2036 und verzinst sich mit 6,3 %.
Nach der Absicherung in Sterling belaufen sich die gewichteten Finanzierungskosten für SSE auf 5,7 %. Für den Konzern war dies bereits die zwölfte grüne Anleihe seit dem Jahr 2017. Damit steigt das gesamte ausstehende Volumen an grünen Bonds, die von SSE und seinen Tochtergesellschaften begeben wurden, auf 5,9 Milliarden Pfund.
Modernisierung des irischen Stromnetzes
Auch auf der operativen Ebene meldet das Unternehmen Fortschritte bei seinen Erzeugungskapazitäten. In der Grafschaft Kerry wurde kürzlich eine neue Turbine für die Tarbert Next Generation Power Station angeliefert.
Das Projekt ist ein zentraler Baustein für die irische Energieversorgung. Das Kraftwerk mit einer Leistung von 300 Megawatt soll eine flexible Stromerzeugung ermöglichen und wird für den Betrieb mit nachhaltigen Biokraftstoffen ausgelegt.
Die Lieferung der Turbine erfolgte planmäßig, sodass das Projekt weiterhin auf Kurs für eine Fertigstellung im späten Jahr 2027 bleibt. Solche flexiblen Kraftwerke gewinnen an Bedeutung, um die Schwankungen aus erneuerbaren Energien im Netz auszugleichen.
Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 33,22 Milliarden Euro verfügt SSE über die notwendige finanzielle Stabilität, um diese langwierigen Infrastrukturprojekte umzusetzen. Derzeit notiert das Papier etwa 1,6 % unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, was die moderate Konsolidierung der letzten Monate nach einer starken Vorjahresperformance widerspiegelt.
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