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SSE: Bindet Cyberhawk langfristig ein

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 10:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Dreijahresvertrag umfasst Netzinspektionen, Offshore-Windkraftanlagen und die weitere Nutzung von Cyberhawks Analyseplattform.

Strommasten mit Freileitungen in schottischer Hügellandschaft bei Sonnenuntergang
SSE plc (ISIN GB0007908733) betreibt Stromnetze in Schottland mit markanten Freileitungsmasten in Hügellandschaft Illustration mit AI erstellt.

Die Digitalisierung des britischen Stromnetzes schreitet voran. Der Energiekonzern Scottish and Southern Energy bindet den Inspektions- und Vermessungsspezialisten Cyberhawk langfristig an sich, um seine Übertragungs- und Verteilnetze aus der Luft zu überwachen. Ein entsprechender Rahmenvertrag läuft über drei Jahre und beinhaltet eine Verlängerungsoption um zwei weitere Jahre.

An der Börse legten die Papiere von SSE heute um 3,5 Prozent zu und notieren bei 29,70 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie damit ein Kursplus von 18 Prozent.

Langfristige Partnerschaft für Übertragungs- und Verteilnetze

Der neue Inspektionsauftrag deckt die Tochtergesellschaften SSEN Transmission und SSEN Distribution ab und schließt zudem Kontrollen an Offshore-Windturbinen ein. Gleichzeitig verlängerte SSE die Vereinbarung über Cyberhawks cloudbasierte Softwareplattform iHawk, mit der Bildaufnahmen, Geodaten und automatisierte Analysen verwaltet werden.

Für den schottischen Versorger ist es die Fortsetzung einer bewährten Strategie: SSE arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt mit dem Spezialisten zusammen und vereinbarte nach zwei vorangegangenen Fünfjahresverträgen nun den dritten großen Kontrakt. Die automatisierte Begutachtung per Drohne soll Ausfälle minimieren und den Zustand weit verzweigter Leitungsstränge im laufenden Betrieb erfassen.

Die Maßnahmen fügen sich in ein umfangreiches Modernisierungsprogramm ein. Bis zum Jahr 2030 plant der Konzern Investitionen in Höhe von rund 33 Milliarden Pfund in die eigene Energieinfrastruktur, um die britischen Netze auf die wachsende Einspeisung erneuerbarer Energien vorzubereiten.

Netzausbau im Spannungsfeld politischer Initiativen

Auf der regulierungs- und industriepolitischen Ebene steht der britische Strommarkt gleichzeitig vor neuen Impulsen. Das Vorhaben zielt darauf ab, den schleppenden Netzausbau zu beschleunigen und langwierige Wartezeiten bei Netzanschlüssen abzubauen.

Die staatliche Gesellschaft soll jedoch bestehende Versorger weder ersetzen noch deren Vermögenswerte übernehmen.

Für SSE bleibt die termingerechte Aufrüstung der Netze ein operativer Schwerpunkt. Neben den Netzen treibt das Unternehmen auch den Offshore-Sektor voran. Eine zuverlässige digitale Infrastrukturüberwachung gilt als Voraussetzung, um solche Großprojekte langfristig effizient anzubinden.

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