Sprott Physical Silver Aktie: Trust kauft Silberbestände zu
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 18:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Sprott Physical Silver Trust blickt auf ein herausforderndes erstes Halbjahr 2026 zurück. Während der Silberpreis in der ersten Jahreshälfte unter Druck geriet, verbuchte der Trust einen nicht realisierten Nettoverlust in Milliardenhöhe. Dennoch nutzt das Management die aktuelle Marktphase für eine Ausweitung der Bestände und setzt auf eine fundamentale Erholung des Edelmetallsektors.
Finanzielle Kennzahlen und Kapitalmaßnahmen
Wie aus den Zwischenergebnissen zum 30. Juni hervorgeht, verzeichnete der Trust für die ersten sechs Monate des Jahres einen nicht realisierten Nettoverlust von 3,1 Milliarden US-Dollar.
Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus dem Rückgang des Silberpreises, der zum Ende des Berichtszeitraums bei 58,60 US-Dollar pro Feinunze notierte. Der Nettoinventarwert (NAV) des Trusts sank in der Folge auf 12,64 Milliarden US-Dollar, was einem Wert von 20,01 US-Dollar pro Anteil entspricht.
Trotz der preisbedingten Wertberichtigungen weitete der Trust seine Kapitalbasis deutlich aus. Über ein sogenanntes At-the-Market-Programm (ATM) wurden im ersten Halbjahr mehr als 30 Millionen neue Anteile ausgegeben. Durch diese Platzierungen flossen dem Trust Bruttoerlöse in Höhe von 833,6 Millionen US-Dollar zu, die primär für den Erwerb weiterer physischer Silberbestände verwendet wurden.
Physische Bestände und strategische Ausrichtung
Die physische Absicherung bleibt das zentrale Element der Anlagestrategie. Zum 30. Juni wies der Trust einen Bestand von 215,6 Millionen Feinunzen Silber aus.
Ein späteres Update zum 31. Juli bestätigte dieses Niveau mit einem gemeldeten Bestand von 215.405.617 Unzen. Diese massiven Vorräte unterstreichen das Ziel des Finanzprodukts, Anlegern einen direkten Zugang zum physischen Metallmarkt zu ermöglichen, ohne die logistischen Herausforderungen einer Eigenlagerung bewältigen zu müssen.
Maria Smirnova, CIO von Sprott, ordnete die aktuelle Lage in einem Kommentar am 7. August ein. Demnach stellt das Jahr 2026 bisher eine Phase der Korrektur und Konsolidierung dar. Smirnova betonte jedoch, dass die fundamentalen Treiber für Edelmetalle weiterhin intakt seien. Sie beobachte bereits erste Anzeichen für eine einsetzende Erholung bei Gold und Silber, nachdem der Sektor zuvor eine deutliche Abkühlung erfahren hatte.
Marktlage und Ausblick für Anleger
An der Börse zeigt sich das Papier heute mit leichten Verlusten und notiert bei 18,66 Euro. Damit spiegelt der Kurs die anhaltende Volatilität des Silbermarktes wider. Im längerfristigen Vergleich ergibt sich jedoch ein positiveres Bild: Gegenüber dem Niveau von vor zwölf Monaten verzeichnet der Trust ein deutliches Plus von 56 Prozent.
Gleichwohl bleibt der Abstand zu den bisherigen Jahreshöchstständen beträchtlich. Vom 52-Wochen-Hoch, das am 29. Januar erreicht wurde, ist der aktuelle Kurs derzeit rund 41 Prozent entfernt. Anleger beobachten nun, ob die von der Geschäftsführung prognostizierte fundamentale Stärke ausreicht, um in der zweiten Jahreshälfte eine nachhaltige Trendwende einzuleiten und den Kurs wieder in Richtung der alten Höchstmarken zu führen.
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