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Spark New Zealand: Digital-Services-Sparte auf Prüfstand

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 21:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Spark New Zealand trennt Konnektivität und IT-Dienste. Die Digitalsparte wird strategisch überprüft, ein Verkauf ist möglich.

Spark NZ spaltet Geschäft auf: Digitale Sparte vor möglichem Verkauf
Abstraktes Bild moderner Glasfaser-Serverinfrastruktur und digitaler Vernetzung in einem professionellen Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der neuseeländische Telekommunikationskonzern Spark New Zealand bereitet eine tiefgreifende Umstrukturierung vor. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wird das operative Geschäft in die zwei eigenständigen Divisionen „Connectivity“ und „Digital Services“ aufgespalten. Für den Bereich der digitalen Dienstleistungen, der IT- und Cloud-Services bündelt, hat der Vorstand zudem eine strategische Überprüfung eingeleitet. Ein vollständiger Verkauf dieser Sparte gilt als eine der Optionen.

Neuausrichtung in zwei Divisionen

Die neue Struktur folgt der „SPK-30“-Strategie von CEO Jolie Hodson. Der Fokus liegt künftig verstärkt auf dem Mobilfunkgeschäft, dem Ausbau des 5G-Netzes sowie der Effizienz der Kerninfrastruktur. Die Division „Connectivity“ umfasst künftig das Mobilfunk- und Breitbandgeschäft, das Internet der Dinge (IoT) sowie verwaltete Sicherheitsdienste. Nach Angaben des Unternehmens steuert dieser Bereich rund 80 Prozent der gesamten Bruttomarge bei.

In der Division „Digital Services“ werden hingegen die Cloud- und IT-Aktivitäten zusammengefasst. Dazu gehören unter anderem die Marken Gen-i sowie CCL, das Spark im Jahr 2015 für 50 Millionen Neuseeland-Dollar erworben hatte. Bereits in der jüngeren Vergangenheit hatte sich der Konzern von Infrastrukturwerten getrennt und eine 75-prozentige Beteiligung an seiner Rechenzentrum-Sparte an den Investor Pacific Equity Partners veräußert.

Personalwechsel und strategische Überprüfung

Mit dem Umbau geht ein Wechsel in der Führungsebene einher. Tommy Bjorkberg wird zum 1. Oktober neuer Chief Operating Officer (COO) des Unternehmens. Mark Beder übernimmt die Leitung des Kundengeschäfts innerhalb der Connectivity-Sparte. Die Digitalsparte wird während des laufenden Prüfprozesses interimistisch von Greg Clark geführt, der den Konzern jedoch im Dezember verlassen wird.

An der Börse wird die Aktie heute bei 1,01 Euro gehandelt, was einem Rückgang von 1,61 Prozent entspricht. Trotz der strategischen Pläne zur Wertsteigerung verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von 9,73 Prozent. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich derzeit auf 1,87 Milliarden Euro.

Branchenexperten bewerten die technologische Aufstellung des Konzerns trotz der operativen Trennung positiv. Eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens ISG stuft Spark als führenden Anbieter für modernisierte Netzwerklösungen in der Region Australien und Neuseeland ein. Parallel zur internen Umstrukturierung beobachtet das Management regulatorische Entwicklungen: Die Handelskommission ComCom erwägt derzeit eine Reduzierung der Berichtspflichten für Breitbandanbieter, was die administrativen Abläufe ab September vereinfachen könnte.

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