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SpaceX Aktie: Starbase Louisiana mit 100 Milliarden geplant

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 15:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SpaceX absolvierte zwei Starlink-Flüge, plant eine 100-Milliarden-Dollar-Basis und verschob die Crew-13-Mission wegen eines Dragon-Lecks.

SpaceX steigert Starlink-Tempo und plant Milliardenbasis in Louisiana
Futuristische Luft- und Raumfahrtanlage bei Sonnenuntergang als Symbol für technologischen Fortschritt und Investitionen. Illustration mit AI erstellt.

SpaceX hat am Wochenende erneut seine Startkadenz demonstriert: Eine Falcon-9-Rakete brachte 27 Starlink-Satelliten von der Vandenberg Space Force Base ins All. Nach Unternehmensangaben absolvierte die eingesetzte Erststufe bereits ihren 19. Flug und landete anschließend auf einem Drohnenschiff im Pazifik.

Bereits am Mittwoch zuvor hatte eine weitere Falcon 9 von der US-Westküste aus 27 Starlink-Satelliten in den Orbit gebracht. Die beiden Missionen binnen wenigen Tagen unterstreichen, wie stark SpaceX seine Startkapazitäten für den Ausbau der Starlink-Flotte auslastet.

Parallel zu den operativen Erfolgen im Startgeschäft treibt das Unternehmen seine langfristige Expansion voran. Berichten zufolge plant SpaceX einen Weltraumbahnhof namens Starbase Louisiana im Vermilion Parish mit einem Investitionsvolumen von 100 Milliarden US-Dollar.

Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, ein erster Start könnte frühestens 2029 erfolgen. Ein solches Projekt würde die geografische Streuung der Startinfrastruktur neben den bestehenden Standorten in Texas und Kalifornien deutlich erweitern.

Musk verweist auf Rechenkapazitäten für KI-Konzerne

Firmengründer Elon Musk erklärte laut einem Bericht, dass Unternehmen wie Google und Anthropic Rechenkapazitäten von SpaceX mieten – ein Hinweis auf die wachsende Bedeutung des Konzerns im Zusammenhang mit dem steigenden Strombedarf für KI-Rechenzentren.

Diese Aussage deutet auf eine zusätzliche Geschäftsdimension jenseits von Raketenstarts und Satellitenbetrieb hin, auch wenn es sich dabei nicht um eine offizielle Unternehmensmitteilung, sondern um eine öffentliche Äußerung handelt.

Zugleich bereitet SpaceX weitere Starship-Aktivitäten vor. Bei der US-Regulierungsbehörde FCC wurde eine befristete Sondererlaubnis für Frequenznutzung im Zusammenhang mit einem für den 15. September vorgesehenen Startfenster beantragt.

Die Anmeldung betrifft laut Berichten Backup-Funkgeräte für eine orbitale zweite Stufe von Starbase in Texas, mit einem angefragten Nutzungszeitraum bis 15. März 2027. Bereits Anfang des Monats hatte SpaceX zudem eine 60-tägige Sondererlaubnis für die Nutzung von Downlink-Frequenzen der nächsten Starlink-Generation beantragt, ebenfalls mit Beginn am 15. September.

Rückschlag bei der Crew-13-Mission

Nicht jede Nachricht der vergangenen Woche war positiv: Die NASA verschob den Start der Crew-13-Mission, nachdem Ingenieure ein Leck im Oxidator-System der Antriebsanlage der SpaceX-Dragon-Kapsel während der Startvorbereitungen entdeckt hatten. Ein neuer Starttermin stand zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht fest.

Für ein Unternehmen, das mit bemannten Missionen einen wichtigen Teil seines Geschäfts mit der NASA abdeckt, ist ein solcher technischer Vorfall ein Rückschlag, wenngleich er die grundsätzliche operative Stärke im unbemannten Startgeschäft nicht schmälert.

Kurs zeigt sich stabil trotz Volatilität

Die Aktie notiert aktuell bei 128,46 Euro und liegt damit 8,9 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt – ein Zeichen dafür, dass der jüngste Nachrichtenfluss aus operativen Erfolgen und strategischen Ankündigungen den Kurs eher gestützt als belastet hat.

Über die vergangenen 30 Tage summierte sich der Zuwachs auf 12 Prozent, was angesichts der Fülle an Meldungen zu Starts, Expansionsplänen und Rechenzentrums-Engagement zumindest im kurzfristigen Trend für Zuversicht der Anleger spricht.

Insgesamt zeigt sich SpaceX in einer Phase, in der operative Routine im Startgeschäft, milliardenschwere Infrastrukturpläne und ein technischer Rückschlag im bemannten Raumfahrtsegment gleichzeitig die Nachrichtenlage prägen.

Für Anleger bleibt die Kombination aus hoher Schlagzahl bei Starlink-Starts und den langfristigen Wachstumsprojekten wie Starbase Louisiana der zentrale Treiber der Wahrnehmung, während einzelne technische Probleme wie beim Dragon-Antrieb als Erinnerung an die operativen Risiken der Raumfahrtbranche gelten.

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