SpaceX Aktie: NASA stockt Crew-Auftrag auf
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 07:02 Uhr | Redaktion boerse-global.deAm heutigen Montag richtet sich der Blick der Börsenteilnehmer auf eine Neugewichtung des Index Nasdaq-100. Das Gewicht der frei handelbaren Anteile von SpaceX soll im Zuge dieser planmäßigen Anpassung steigen.
Nach Schätzungen der Analysten von JPMorgan könnten daraus passive Zuflüsse von rund 15,5 Milliarden US-Dollar entstehen. Diese Umschichtungen folgen rein mechanischen Indexregeln und stellen keine Kapitalmaßnahme des Raumfahrtkonzerns dar.
Im europäischen Handel schloss das Papier am Freitag bei 132,70 Euro. Damit notiert die Aktie 14 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 116,71 Euro. Die Notierung profitierte zuletzt von einer soliden Nachfrage vor dem eigentlichen Wirksamwerden der Indexanpassung.
Die erwarteten Kapitalflüsse treffen auf ein spürbar wachsendes operatives Geschäft. Neben der technischen Nachfrage passiver Fonds stützen neue Regierungsaufträge und kommerzielle Verträge die fundamentale Entwicklung. Investoren blicken vor allem auf die langfristige Planbarkeit der Einnahmen.
NASA vergibt weitere bemannte Missionen
Zusätzliche Planungssicherheit brachte am Freitag ein Großauftrag der US-Weltraumbehörde NASA. Die Behörde erweiterte die bestehende Vereinbarung für den Personentransport zur Internationalen Raumstation um drei zusätzliche Flüge. Für die Missionen Crew-15 bis Crew-17 erhält SpaceX eine Vertragsaufstockung von 946 Millionen US-Dollar. Das Gesamtvolumen dieses Programms steigt damit auf 5,92 Milliarden US-Dollar.
Die Vertragslaufzeit reicht bis 2030 und sichert eine verlässliche Auslastung über die kommenden Jahre. Gleichzeitig gewinnt das kommerzielle Geschäft mit orbitalen Rückkehrmissionen an Profil. Am 15. September vereinbarte die Sparte Starfall eine Kooperation mit Space Cargo. Wie Nicolas Gaume als Chief Executive mitteilte, gewinnt das Unternehmen damit seinen ersten europäischen Kunden für diesen Dienst.
Globale Satellitendienste und Testflüge
Auch das Geschäft mit Satellitenkommunikation expandiert international. Großbritannien legte am 10. September Ausgaben von fast 40 Millionen US-Dollar für entsprechende Dienste offen. Mit rund 1.000 installierten Terminals für das Starshield-Netzwerk setzt das Land als erster Staat außerhalb der Vereinigten Staaten offiziell auf dieses System.
Auf einer Branchenkonferenz von Goldman Sachs skizzierte das Unternehmen weitere Wachstumsfelder. Neben dem Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz deckt Starlink mittlerweile mehr als 170 Länder ab. Zudem peilt der Konzern für das erste Halbjahr 2028 einen direkten 5G-Mobilfunkdienst für herkömmliche Endgeräte an.
Im Zentrum der technologischen Entwicklung steht weiterhin das schwere Trägersystem Starship. Das Vorhaben bleibt an behördliche Freigaben gebunden. Im Fokus des Flugs stehen das Erreichen einer Erdumlaufbahn sowie das Aussetzen erster Starlink-V3-Satelliten.
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