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SpaceX Aktie: FAA-Genehmigung entscheidend für Starship-Start

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 09:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Falcon-Flüge stützen das Geschäft, während Starships erster Orbitalflug noch von der behördlichen Freigabe abhängt.

SpaceX vor Starship Flight 14: FAA-Genehmigung bleibt entscheidend
Eine futuristische Rakete auf einer Startrampe bei Dämmerung, die den Fortschritt in der Raumfahrt symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Die Ruhe vor dem Start täuscht. Während die Falcon-9-Raketen beinahe im Wochentakt ins All donnern, spitzt sich die Lage an der texanischen Küste zu. Für SpaceX geht es in diesen Tagen um weit mehr als den nächsten Routineflug: Das Raumfahrtunternehmen bereitet den ersten Orbitalflug seines Starship-Systems vor. Für mich markiert dieser Moment eine Zäsur, an der sich entscheidet, ob die gewaltigen Bewertungsvorschusslorbeeren der Börse gerechtfertigt sind.

Zwischen Regulierungsbremse und Startrampe

Am Donnerstag schloss SpaceX an der Starbase in Texas den entscheidenden Betankungstest für das Megaraketensystem ab. Zuvor war die Oberstufe Ship 41 am Mittwoch auf der Startrampe mit dem Booster B21 zusammengefügt worden. Technisch scheint die Mission Starship Flight 14 startklar zu sein, und ein Abheben rückt für den kommenden Montag in greifbare Nähe.

Doch die eigentliche Hürde steht nicht auf der Rampe. Bevor die Triebwerke zünden dürfen, verlangt das Vorhaben grünes Licht der Federal Aviation Administration.

Ohne die behördliche Genehmigung bleibt die größte Rakete der Welt am Boden. Dieser regulatorische Schwebezustand verdeutlicht das zentrale Dilemma des Konzerns: Operativer Ehrgeiz stößt auf bürokratische Kontrollprozesse. Anleger sollten diesen Bremsklotz nicht unterschätzen, denn jede Verzögerung bindet erhebliche Ressourcen.

Hohe Erwartungen treffen auf Realität

Dennoch überbieten sich Marktbeobachter mit optimistischen Szenarien.

Solche Kursziele spiegeln enorme Wachstumsfantasien wider. Ein Blick auf die Bewertungskennziffern mahnt jedoch zur Nüchternheit. An der Börse wird das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 1.715,12 Milliarden € gehandelt. Der Schlusskurs lag am Freitag bei 130,36 €. Damit notiert der Titel 33 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Für mich klafft hier eine spürbare Lücke zwischen der täglichen Realität und den Zielen einzelner Branchenbeobachter. Ein Ziel von $450 setzt voraus, dass neue Geschäftsmodelle und die Starship-Kapazitäten praktisch reibungslos greifen. Die Realität der Raumfahrt verzeiht jedoch selten Fehler im ersten Anlauf.

Verlässliches Brot-und-Butter-Geschäft

Dass SpaceX überhaupt in diese Bewertungsdimensionen vorstoßen konnte, verdankt das Unternehmen seinem operativen Fundament. Das Falcon-Programm spult verlässlich Aufträge ab. Am 13. September beförderte die 700. Falcon-Rakete drei Satelliten für SES in den Orbit.

Wenige Tage später, am 16. September, folgte der Transport einer Nutzlast für die U.S. Space Force. Zudem brachte SpaceX am 19. September 27 Starlink-Satelliten ins All. Bereits am kommenden Donnerstag steht mit Crew-13 der nächste bemannte Flug zur Internationalen Raumstation für die NASA an.

Dieses Kerngeschäft liefert beständige Erlöse und beweist industrielle Reife. Das Falcon-System sichert die Basis des Konzerns ab, während gleichzeitig teure Entwicklungsprojekte finanziert werden.

Geduld ist das Gebot der Stunde

Unterm Strich steht SpaceX an einer Weggabelung. Das bewährte Falcon-Geschäft läuft planmäßig und bildet das stabile Rückgrat der Milliardenbewertung. Das eigentliche Kurspotenzial hängt jedoch an der Skalierung des Starship-Programms.

Für Anleger überwiegen derzeit die Chancen einer langfristigen Dominanz im Raumfahrtsektor. Kurzfristig dürften Rückschläge oder regulatorische Verzögerungen aber für Volatilität sorgen. Wer auf das Erreichen optimistischer Kursziele setzt, braucht vor allem Geduld, bis die technischen und behördlichen Meilensteine tatsächlich erreicht sind.

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