SpaceX Aktie: Crew-13 startet am 1. Oktober
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 13:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der operative Takt bei SpaceX bleibt atemberaubend hoch. Während die Diskussionen um die Weiterentwicklung der Schwerlastraketen anhalten, bereitet das Raumfahrtunternehmen bereits das nächste Routine-Highlight vor: Am kommenden Donnerstag, dem 1. Oktober, peilen SpaceX und die US-Raumfahrtbehörde NASA den Start der Mission Crew-13 zur Internationalen Raumstation an.
Um 11:10 Uhr Ortszeit soll eine Falcon-9-Rakete die Dragon-Kapsel vom Space Launch Complex 40 der Cape Canaveral Space Force Station in Florida ins All befördern; als Ausweichtermin steht der darauffolgende Freitag zur Verfügung.
Für mich verdeutlicht diese Mission eine entscheidende Stärke des Konzerns: Das bestehende Kerngeschäft läuft wie ein Schweizer Uhrwerk und liefert die unverzichtbare Basis für weitaus ambitioniertere Projekte.
Das verlässliche Fundament der Falcon 9
Aus Anlegersicht bildet diese Zuverlässigkeit das eigentliche Rückgrat der Bewertung. Die 13. operative bemannte Dragon-Mission zur ISS folgt unmittelbar auf ein ohnehin strammes Programm für staatliche Auftraggeber. Erst am vergangenen Samstag brachte SpaceX mit der Mission USSF-385 den dritten nationalen Sicherheitsflug innerhalb eines einzigen Monats für die U.S. Space Force auf den Weg.
Diese hohe Kadenz zeigt, wie fest das Unternehmen im institutionellen US-Raumfahrtmarkt verankert ist. Die Falcon 9 ist gegenwärtig der unangefochtene Standard für den Zugang zum Orbit, sowohl für Astronauten als auch für militärische Nutzlasten. Diese wiederkehrenden Aufträge sichern verlässliche Einnahmenströme ab. Dass der Aktienkurs heute um 1,1 Prozent auf 129,42 Euro zulegt, spiegelt dieses Vertrauen in die operative Leistungsfähigkeit wider.
Der unausweichliche Übergang zu Starship
Gleichzeitig leitet das Management hinter den Kulissen eine tiefgreifende Transformation ein. Medienberichten zufolge beginnt SpaceX bereits damit, Ressourcen schrittweise in Richtung des Starship-Programms zu verlagern und die Systeme Falcon 9 sowie Dragon langfristig auslaufen zu lassen.
SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell erklärte bei einem Konferenzauftritt, Starship sei schlichtweg besser geeignet, um die langfristigen Ziele des Unternehmens zu erreichen, weshalb eine Umschichtung der Kapazitäten folgerichtig sei.
Dieser Schwenk ist strategisch konsequent, birgt aber operationelle Hürden. Das vollständig wiederverwendbare Großraumschiff gilt als Schlüssel für kommerzielle Ambitionen im All. Zudem verlässt sich die NASA im Rahmen ihres Artemis-Programms auf eine modifizierte Variante als künftige Mondlandefähre.
Das zeigt: Der Generationswechsel ist ein Prozess mit Rückschlägen, nicht ein Schalter, den man über Nacht umlegt.
Hohe Dynamik spricht für die Wachstumsstory
Unterm Strich überwiegen für mich die Chancen dieser aggressiven Innovationsstrategie. SpaceX ruht sich nicht auf dem bestehenden Monopol der Falcon 9 aus, sondern forciert die Ablösung der eigenen Erfolgsmodelle, noch bevor Konkurrenten überhaupt aufschließen können.
Mit einer Notierung über dem 50-Tage-Durchschnitt von 119,12 Euro honorieren die Marktteilnehmer diese Mischung aus operativem Liefernachweis und langfristigem Expansionsdrang. Solange das Arbeitspferd Falcon 9 wie geplant bemannte und militärische Staatsaufträge abarbeitet, hat das Unternehmen den finanziellen und zeitlichen Spielraum, die Technologie der nächsten Dekade zur Marktreife zu führen.
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