Sossusvlei, Namibia

Sossusvlei in Namibia: Wo die Namib zur Bühne aus Licht wird

17.05.2026 - 21:07:42 | ad-hoc-news.de

Sossusvlei im Namib-Naukluft-Nationalpark in Namibia ist eine der surrealsten Dünenlandschaften der Welt. Warum dieses Tal aus Salz, Lehm und roten Sandbergen Reisende aus Deutschland besonders fasziniert.

Sossusvlei, Namibia, Reise
Sossusvlei, Namibia, Reise

Wenn die Sonne über Sossusvlei aufgeht, glühen die Sandberge der Namib in tiefem Orange, während der Lehmboden fast weiß aufleuchtet – eine Bühne aus Licht und Schatten, die jeden Morgen neu inszeniert wird. Sossusvlei („blinder Fluss“ in etwa) ist das ikonische Herz des Namib-Naukluft-Nationalparks in Namibia und zählt laut Experten von National Geographic und dem ADAC Reisemagazin zu den eindrucksvollsten Wüstenlandschaften der Erde.

Sossusvlei: Das ikonische Wahrzeichen von Namib-Naukluft

Sossusvlei bezeichnet streng genommen eine Senke aus Salz und Lehm, die von einigen der höchsten Sanddünen der Welt umgeben ist. Der Name Sossusvlei wird häufig für die gesamte Region der roten Dünen im Namib-Naukluft-Nationalpark verwendet, einem der größten Schutzgebiete Afrikas. Die Namib gilt als eine der ältesten Wüsten der Welt, was die Region für Geologen und Naturfreunde gleichermaßen faszinierend macht.

Die spektakulären Dünen rund um Sossusvlei erreichen Höhen von über 300 m und erscheinen durch ihren eisenhaltigen Sand intensiv rot. Reiseverlage wie GEO Saison und Marco Polo ordnen sie regelmäßig unter die landschaftlichen Höhepunkte des gesamten südlichen Afrika ein. Das Zusammenspiel aus Farbe, Höhe, Klarheit der Luft und nahezu völliger Stille schafft ein Naturerlebnis, das sich deutlich von klassischen Wüstenbildern wie der Sahara unterscheidet.

Für Reisende aus Deutschland ist Sossusvlei zu einem Synonym für „Namibia“ geworden – ähnlich wie das Ayers Rock/Uluru für Australien. Viele Namibia-Rundreisen, die von deutschsprachigen Reiseveranstaltern angeboten werden, planen mindestens zwei Nächte in der Region ein. Die Kombination aus eindrucksvollen Sonnenauf- und -untergängen, sternenklarem Nachthimmel und der berühmten, gespenstischen Landschaft des Deadvlei macht Sossusvlei zu einem Sehnsuchtsziel für Fotografen, Naturreisende und Selbstfahrer.

Geschichte und Bedeutung von Sossusvlei

Die Namib-Wüste, in der Sossusvlei liegt, ist laut Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Beiträgen in Fachmagazinen wie „GEO“ seit vielen Millionen Jahren ein arides Gebiet. Anders als „junge“ Wüsten ist sie das Resultat einer langfristigen klimatischen Entwicklung entlang der namibischen Atlantikküste, wo der kalte Benguela-Strom für trockene Luftmassen sorgt. Dadurch konnten sich über immense Zeiträume Dünenzüge aufbauen, die heute die charakteristische Landschaft bilden.

Sossusvlei selbst liegt in einem abflusslosen Becken, in dem der saisonale Tsauchab-Fluss endet. Der Begriff „Vlei“ stammt aus dem Afrikaans und bedeutet etwa „Pfanne“ oder „Senke“, während „Sossus“ auf eine alte Nama-Bezeichnung zurückgeführt wird, die sinngemäß „blinder Fluss“ oder „Ort ohne Rückkehr“ bedeuten kann. Zusammengenommen verweist der Name also auf einen Fluss, der im Sand versickert und nie das Meer erreicht. In regenreichen Jahren kann sich in der Senke zeitweise ein flacher See bilden, der das Landschaftsbild spektakulär verändert – ein seltenes, aber eindrucksvolles Ereignis, über das namibische Medien und internationale Agenturen immer wieder berichten.

Historisch war das Gebiet der Namib von verschiedenen indigenen Gruppen genutzt, darunter die Nama und San. Archäologen weisen darauf hin, dass die extreme Trockenheit die dauerhafte Besiedlung erschwerte, jedoch Jagd- und Sammelaktivitäten belegt sind. In der Kolonialzeit, insbesondere während der deutschen Kolonialherrschaft in „Deutsch-Südwestafrika“ (1884–1915), galt die Region eher als unzugängliches Hinterland. Erst im 20. Jahrhundert setzte eine systematische touristische Erschließung ein, als Teile der Namib als Schutzgebiete ausgewiesen wurden.

1979 wurde der Namib-Naukluft-Nationalpark durch Zusammenlegung und Erweiterung mehrerer bestehender Reservate geschaffen. Heute ist Sossusvlei eines der wichtigsten Aushängeschilder des Parks. Die Deutsche Welle und die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) heben regelmäßig hervor, dass Namibia insgesamt stark auf nachhaltigen Naturtourismus setzt und Nationalparks wie Namib-Naukluft eine zentrale Rolle in der Tourismus- und Naturschutzstrategie des Landes einnehmen.

International besitzt Sossusvlei eine ähnliche Symbolkraft wie andere ikonische Wüstenlandschaften – etwa Monument Valley in den USA oder die Wadis Jordaniens –, wird aber wegen der außergewöhnlichen Farbpalette und der sehr alten geologischen Strukturen oft als noch „zeitloser“ beschrieben. Auch wenn die Namib bislang nicht flächendeckend als UNESCO-Welterbe eingetragen ist, verweisen Organisationen wie die UNESCO und ICOMOS in Berichten immer wieder auf die universelle geologische und landschaftliche Bedeutung dieser Küstenwüste.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auf den ersten Blick wirkt Sossusvlei wie eine reine Naturlandschaft ohne klassische Architektur. Doch die Formen der Dünen, der Salzpfannen und der abgestorbenen Bäume sind in ihrer Ästhetik so präzise, dass viele Reiseführer von „architektonischen Skulpturen der Natur“ sprechen. Insbesondere der Deadvlei, eine Nebenpfanne von Sossusvlei, ist zu einem Ikonenmotiv der Reisefotografie geworden.

Der Deadvlei („totes Tal“) ist eine ausgetrocknete Lehmsenke, in der sich vor hunderten Jahren, als der Tsauchab-Fluss noch häufiger Wasser führte, Kameldornbäume ausbreiteten. Als sich der Flusslauf veränderte und das Gebiet austrocknete, starben die Bäume ab. Durch das extrem trockene Klima zersetzen sie sich kaum; stattdessen stehen ihre schwarzen Skelette bis heute als bizarre Silhouetten auf dem hellen Boden, eingerahmt von hoch aufragenden roten Dünen. Laut Berichten von National Geographic Deutschland und GEO sind diese Kontraste einer der Gründe, warum der Deadvlei zu den am häufigsten fotografierten Landschaftsmotiven Afrikas zählt.

Die Dünen selbst sind ein lehrbuchhaftes Beispiel für Windarchitektur. Vorherrschende Winde modellieren sie zu messerscharfen Kämmen, deren Linienführung je nach Windrichtung leicht schwankt. Einige der bekanntesten Dünen tragen inoffizielle Namen: „Dune 45“, „Big Daddy“ oder „Big Mama“. „Dune 45“ liegt in der Nähe der Hauptstraße und ist für Besucher vergleichsweise leicht zu besteigen. Ihre Höhe wird in seriösen Quellen unterschiedlich angegeben, meist im Bereich von rund 170 m, wobei aufgrund der natürlichen Veränderungen keine exakte Zahl dauerhaft gültig ist.

„Big Daddy“ – oft als eine der höchsten Dünen der Region beschrieben – ragt imposant über Deadvlei auf. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einem Panorama über ein Meer aus Sandwellen belohnt. Deutsche Reiseführer wie Marco Polo und der ADAC Reiseführer Namibia empfehlen, Aufstiege unbedingt in den frühen Morgenstunden zu planen, wenn die Temperaturen noch moderat sind.

Auch in der bildenden Kunst spielt Sossusvlei eine Rolle: Zahlreiche Fotobände, Ausstellungen und Kalender widmen sich der Namib. Das Deutsche Historische Museum und verschiedene deutsche Landesmuseen haben in Ausstellungen zur Kolonialgeschichte und Landschaftsfotografie wiederholt Werke gezeigt, in denen die Namib als Kulisse oder Hauptmotiv dient. Die Wüste wird dabei oft als Projektionsfläche für Vorstellungen von „Leere“ und „Ewigkeit“ genutzt, gleichzeitig aber auch kritisch im Kontext kolonialer Blickregime reflektiert.

Für Astrofotografen ist Sossusvlei zudem ein herausragender Ort. Aufgrund der geringen Lichtverschmutzung und der trockenen, klaren Luft zeigt sich die Milchstraße in eindrucksvoller Deutlichkeit. Laut Berichten der International Dark-Sky Association und von astronomischen Fachportalen zählt Namibia generell zu den besten Destinationen weltweit für Sternenbeobachtung. Viele Lodges in der Sossusvlei-Region bieten daher Teleskope oder geführte Sternbeobachtungen an.

Sossusvlei besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Sossusvlei liegt im südlichen Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks im Westen Namibias, etwa 60 km westlich des Parkeingangs Sesriem. Von der namibischen Hauptstadt Windhoek sind es auf der Straße je nach Route ungefähr 350–400 km, meist auf asphaltierten Hauptstraßen und gut befahrbaren Schotterpisten. Für Reisende aus Deutschland bieten die internationalen Flughäfen Frankfurt (FRA), München (MUC) und gelegentlich auch andere große Flughäfen saisonale oder umsteigepflichtige Verbindungen nach Windhoek an, oft über Drehkreuze wie Johannesburg, Addis Abeba, Doha oder Frankfurt selbst. Die reine Flugzeit liegt – je nach Verbindung – im Bereich von etwa 10 bis 12 Stunden. Ab Windhoek erfolgt die Weiterreise in der Regel mit einem Mietwagen (meist Geländewagen oder höhergelegter SUV), im Rahmen einer geführten Rundreise oder per kleinem Charterflug auf eine der privaten Flugpisten in der Nähe der Lodges. Die Infrastruktur ist für Selbstfahrer gut ausgebaut, gleichwohl empfehlen der ADAC und der ÖAMTC, in Namibia genügend Treibstoffreserven einzuplanen und vorausschauend zu tanken.
  • Öffnungszeiten
    Der Zugang zu Sossusvlei erfolgt über das Tor von Sesriem. Die offiziellen Öffnungszeiten des Parkeingangs orientieren sich in der Regel an Sonnenauf- und Sonnenuntergang und können saisonal variieren. Es gilt: Wer in einer Lodge oder einem Campingplatz innerhalb des Parkgeländes übernachtet, kann meist etwas früher hinein und abends länger bleiben als Tagesgäste, die außerhalb wohnen. Da sich Zeiten und Regelungen ändern können, sollte man aktuelle Informationen unmittelbar beim Namib-Naukluft-Nationalpark oder der jeweiligen Unterkunft überprüfen. Ein zeitlicher Puffer ist sinnvoll, da sich vor Toröffnung teilweise Warteschlangen bilden.
  • Eintritt
    Für den Besuch von Sossusvlei im Namib-Naukluft-Nationalpark wird eine Parkgebühr erhoben. Sie wird pro Person und pro Tag berechnet und zusätzlich oft eine Gebühr pro Fahrzeug. Seriöse Quellen wie die offizielle namibische Tourismusbehörde und große deutschsprachige Reiseveranstalter weisen darauf hin, dass sich die exakten Beträge in namibischen Dollar (NAD) in den letzten Jahren mehrfach geändert haben und von der Parkverwaltung angepasst werden können. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, mit einem mittleren zweistelligen Eurobetrag pro Tag für eine Familie oder kleine Gruppe zu kalkulieren. Da Wechselkurse schwanken und Gebühren angepasst werden, sollten Besucher die jeweils aktuellen Tarife vor Reiseantritt bei offiziellen Stellen prüfen.
  • Beste Reisezeit
    Namibia liegt auf der Südhalbkugel, daher sind die Jahreszeiten im Vergleich zu Deutschland „verkehrt herum“. Die namibische Winterzeit von etwa Mai bis September gilt als besonders beliebt, weil die Temperaturen tagsüber angenehm und die Nächte zwar kühl, aber meist trocken sind. In dieser Zeit liegen die Tageshöchstwerte in der Sossusvlei-Region oft zwischen 20 und 27 °C, nachts kann es in der Wüste deutlich abkühlen. Im namibischen Sommer (rund November bis März) werden deutlich höhere Temperaturen erreicht; insbesondere in der Mittagszeit kann die Hitze extrem sein. Reiseführer wie das ADAC Reisemagazin empfehlen, Wanderungen auf den Dünen – etwa „Dune 45“ oder „Big Daddy“ – generell in die frühen Morgenstunden zu legen. Fotografisch besonders reizvoll sind die ersten Stunden nach Sonnenaufgang und die Zeit kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Schatten lang werden und die Farben am intensivsten strahlen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
    In Namibia ist Englisch die Amtssprache. Deutsch wird in bestimmten Regionen und bei älteren Generationen sowie im Tourismusbereich durchaus gesprochen, insbesondere von Mitarbeitenden, die im deutschsprachigen Markt tätig sind. Viele Reisende kommen mit Englisch problemlos zurecht. Als Zahlungsmittel werden in Städten und touristischen Zentren Kreditkarten wie Visa und MasterCard breit akzeptiert. In ländlichen Gebieten und bei Tankstellen auf dem Weg nach Sossusvlei sollte jedoch immer ausreichend Bargeld in namibischen Dollar (NAD) mitgeführt werden. Euro (€) werden manchmal in Lodges oder bei größeren Veranstaltern akzeptiert, aber das ist nicht garantiert. Girocard/EC-Karten aus Deutschland funktionieren im Ausland nur eingeschränkt; Kreditkarten sind deutlich zuverlässiger. Trinkgeld ist im namibischen Dienstleistungssektor üblich: In Restaurants haben sich etwa 10 % etabliert, sofern kein Servicezuschlag enthalten ist. Bei geführten Touren freuen sich Guides und Fahrer über ein angemessenes Trinkgeld pro Tag, dessen Höhe oft in den Infomaterialien der Anbieter empfohlen wird. Für den Besuch von Sossusvlei selbst gelten die üblichen Nationalpark-Regeln: auf den markierten Pisten bleiben, keinen Müll zurücklassen, Pflanzen und Felsformationen nicht beschädigen und Wildtiere (z. B. Oryxantilopen, Springböcke oder kleinere Reptilien) nicht füttern oder bedrängen. Fotografieren ist für private Zwecke grundsätzlich erlaubt und ausdrücklich erwünscht; bei Drohnen gelten teils strenge Regelungen, die im Vorfeld mit der Parkverwaltung geklärt werden müssen.
  • Gesundheit und Sicherheit
    Für Reisen nach Namibia wird dringend eine Auslandskrankenversicherung empfohlen, da die deutsche gesetzliche Krankenversicherung dort nicht greift. Innerhalb der Europäischen Union reicht die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) – Namibia liegt jedoch außerhalb der EU. Der ADAC und das Auswärtige Amt empfehlen, sich vor Reiseantritt gesundheitlich beraten zu lassen (z. B. zu Standardimpfungen und möglichen Zusatzimpfungen je nach Reiseprofil). Im Gebiet von Sossusvlei spielt Malaria aufgrund der trockenen Bedingungen in der Regel keine Rolle, dennoch sollten Reisende die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts und medizinischer Fachstellen prüfen. In der Wüste selbst sind Sonnenschutz, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und ausreichende Trinkwasservorräte essenziell. Viele Lodges geben Empfehlungen, wie viel Wasser pro Person und Tag mitgeführt werden sollte. Bei Fahrten in abgelegenen Regionen ist es ratsam, zusätzlich Wasser im Fahrzeug zu lagern.
  • Einreisebestimmungen
    Deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Kurzaufenthalte in Namibia in der Regel kein Visum, sofern sie über einen Reisepass verfügen, der noch mehrere Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Die genauen Regelungen können sich jedoch ändern. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Einreisebestimmungen, Visapflichten und Gesundheitsnachweise (etwa im Zusammenhang mit internationalen Gesundheitslagen) variieren können. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen und sich bei Bedarf zusätzlich bei der namibischen Botschaft oder dem Konsulat informieren. Bei Einreisen mit minderjährigen Kindern gelten teilweise spezielle Dokumentationspflichten, auf die das Auswärtige Amt gesondert hinweist.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Namibia verwendet eine eigene Zeitzone. Je nach Jahreszeit kann die Zeitverschiebung zu Mitteleuropäischer Zeit (MEZ/MESZ) variieren, da Deutschland und Namibia ihre Sommerzeitregelungen unterschiedlich handhaben bzw. geändert haben. Für die Reiseplanung empfiehlt es sich, kurz vor Abflug die aktuelle Zeitdifferenz in zuverlässigen Quellen nachzuschlagen. In der Praxis liegt der Unterschied meist in einem Rahmen von etwa 1 bis 2 Stunden, was für Reisende aus Deutschland vergleichsweise angenehm ist und Jetlag-Effekte reduziert.

Warum Sossusvlei auf jede Namib-Naukluft-Reise gehört

Sossusvlei ist mehr als nur ein Fotomotiv – es ist ein Erlebnis, das viele Reisende als „elementar“ beschreiben. Die Kombination aus extremen Formen, klarer Luft und der völligen Abwesenheit von Alltagssymbolen (keine Städte, keine Leitungen, keine Reklame) lässt den Ort fast außerirdisch wirken. Die Deutsche Welle berichtet wiederholt über die Faszination europäischer Besucher, die vor allem von der Weite und Stille beeindruckt sind.

Ein typischer Besuchstag beginnt vor Sonnenaufgang am Tor von Sesriem. Noch im Halbdunkel fahren Geländewagen und Tourfahrzeuge die breite Piste entlang, während sich am Horizont langsam ein orangefarbener Schimmer abzeichnet. Wer früh unterwegs ist, kann „Dune 45“ oder eine andere Düne rechtzeitig besteigen, um den Sonnenaufgang direkt von der Düne aus zu erleben. Der Sand ist in den Morgenstunden angenehm kühl, später kann er so heiß werden, dass man ihn barfuß kaum berühren kann.

Nach dem Sonnenaufgang zieht es viele Besucher weiter Richtung Sossusvlei und Deadvlei. Die letzten Kilometer führen über eine weichere Sandpiste, für die ein Fahrzeug mit Allradantrieb empfohlen wird. Eine Alternative bieten Shuttle-Fahrzeuge, die von der Parkverwaltung oder privaten Anbietern betrieben werden. Der Weg zu Fuß in den Deadvlei dauert nur einige Minuten, führt aber durch tiefen Sand – eine anstrengende, aber eindrucksvolle Passage.

Wer das erste Mal auf den Lehmboden des Deadvlei tritt, erlebt oft einen Moment der Irritation: Der Boden ist hart und rissig, die abgestorbenen Baumstämme stehen wie Skulpturen, die Dünenkämme dahinter leuchten rostrot. Laut Reiseberichten in großen deutschen Medien wie der „Süddeutschen Zeitung“ oder der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zählt dieser Anblick zu den prägenden Bildern einer Namibia-Reise. Viele Besucher verbringen hier Stunden, um mit Licht und Perspektiven zu experimentieren.

Auch jenseits des klassischen Fotostopps lohnt sich Zeit in der Region. Wanderungen am Rand der Dünen, Fahrten zu Aussichtspunkten oder einfach das Beobachten der Tierwelt offenbaren einen anderen Aspekt von Sossusvlei. Oryxantilopen, Springböcke und Strauße haben sich an die extremen Bedingungen angepasst und erscheinen oft wie zufällig in der Landschaft – ein Moment, der Fotografen immer wieder zu eindrucksvollen Motiven verhilft.

Viele Lodges rund um Sossusvlei orientieren sich architektonisch und gestalterisch an der Wüstenlandschaft. Natürliche Materialien, erdige Farben und offene Terrassen, von denen aus man den Sternenhimmel betrachten kann, prägen das Bild. Nachhaltigkeit spielt dabei zunehmend eine Rolle: Solaranlagen, Wasseraufbereitung und begrenzte Gästezahlen sollen helfen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Die namibische Tourismusbehörde betont in ihren deutschsprachigen Informationsmaterialien, dass der Schutz der Namib-Wüste langfristig nur funktioniert, wenn Tourismus und Umwelt in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden.

Für Reisende aus Deutschland bietet Sossusvlei zudem einen starken Kontrast zum Alltag. Wer sonst an Rhein, Elbe oder Isar unterwegs ist, wird von der Trockenheit und der völligen Abwesenheit von Vegetation außerhalb der Flussbetten überrascht sein. Gleichzeitig schafft die relative Nähe – gemessen in Flugstunden – im Vergleich zu Südostasien oder Ozeanien eine gewisse Zugänglichkeit. Viele Namibia-Rundreisen lassen sich in zwei bis drei Wochen realisieren und kombinieren Sossusvlei mit anderen Höhepunkten wie dem Etosha-Nationalpark, der Atlantikküste bei Swakopmund oder dem Kaokoveld im Nordwesten des Landes.

Sossusvlei in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Sossusvlei ist in den sozialen Medien zu einem Symbolbild für Namibia geworden. Auf Instagram, YouTube und TikTok dominieren Motive vom Deadvlei, von Dünenbesteigungen im Gegenlicht und von Nachtaufnahmen unter der Milchstraße. Viele Reisende teilen ihre Erfahrungen in kurzen Clips, Reisetagebüchern oder Fotostrecken und tragen so zur ikonischen Wahrnehmung des Ortes weltweit bei. Gleichzeitig diskutieren Nutzerinnen und Nutzer zunehmend Fragen rund um Nachhaltigkeit, respektvollen Umgang mit der Natur und die richtige Vorbereitung für Wüstentouren.

Häufige Fragen zu Sossusvlei

Wo liegt Sossusvlei genau?

Sossusvlei liegt im südlichen Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks im Westen von Namibia, in der Namib-Wüste. Der Zugang erfolgt in der Regel über das Parktor bei Sesriem, das per Straße von Windhoek, Swakopmund oder anderen Regionen Namibias erreichbar ist.

Warum ist Sossusvlei so berühmt?

Sossusvlei ist für seine spektakulären roten Sanddünen, die Salz- und Lehmpfannen und den Deadvlei mit seinen abgestorbenen Kameldornbäumen bekannt. Die Kombination aus Farben, Formen und Licht schafft eine der ikonischsten Wüstenlandschaften der Welt, die in Fotobänden, Reisemagazinen und sozialen Medien häufig zu sehen ist.

Wie viel Zeit sollte man für Sossusvlei einplanen?

Viele Reisende planen mindestens zwei Übernachtungen in der Region ein, um einen vollen Tag im Namib-Naukluft-Nationalpark zu haben. So bleibt genügend Zeit für einen Sonnenaufgang auf einer Düne, den Besuch von Sossusvlei und Deadvlei sowie weitere Erkundungen. Wer intensiver fotografieren oder mehrere Wanderungen unternehmen möchte, profitiert von drei oder mehr Übernachtungen.

Kann man Sossusvlei auch ohne Geländewagen besuchen?

Ja, ein Großteil der Strecke von Sesriem zu den Dünen ist mit einem normalen Fahrzeug befahrbar, sofern die Straßenverhältnisse es zulassen. Die letzten Kilometer zu Sossusvlei und Deadvlei verlaufen jedoch auf tiefem Sand, wofür ein Allradfahrzeug empfohlen wird. Alternativ stehen häufig Shuttle-Fahrzeuge zur Verfügung, die Besucher gegen Gebühr auf diesem Abschnitt mitnehmen.

Wann ist die beste Reisezeit für Sossusvlei für Besucher aus Deutschland?

Als besonders angenehm gelten die Monate des namibischen Winters von etwa Mai bis September, wenn die Temperaturen moderater sind und die Luft sehr klar ist. In dieser Zeit sind Sonnenauf- und -untergänge fotogen, und Wanderungen auf die Dünen lassen sich gut in die frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden legen. Wegen der wachsenden Beliebtheit empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung von Unterkünften in dieser Reisezeit.

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