SolarEdge Aktie: De Lisle kauft für 3,74 Millionen Dollar
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 02:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Während der Solarsektor mit neuen regulatorischen Rahmenbedingungen und schwankenden Prognosen kämpft, setzen namhafte institutionelle Anleger verstärkt auf SolarEdge Technologies. In den vergangenen Tagen meldeten mehrere große Investmenthäuser deutliche Aufstockungen ihrer Positionen. Damit setzen die Profi-Anleger ein Zeichen gegen die jüngste Skepsis am Markt, die durch einen zurückhaltenden Ausblick des Unternehmens ausgelöst wurde.
Großinvestoren nutzen niedrigeres Kursniveau
Medienberichten zufolge haben in der vergangenen Woche gleich mehrere Schwergewichte der Finanzbranche ihre Bestände ausgebaut. So erwarb die Bank of America Corp. DE am vergangenen Mittwoch 277.385 Aktien des Spezialisten für Wechselrichter. Gestern wurde zudem bekannt, dass De Lisle Partners LLP rund 64.000 Anteile für etwa 3,74 Millionen Dollar zugekauft hat.
Dieser Trend festigte sich bereits im Vorfeld der jüngsten Kursbewegungen. Handelsbanken Fonder AB steigerte seine Beteiligung im zweiten Quartal um 16,6 Prozent. Das Haus verwaltet damit nun rund 1,23 Millionen Aktien von SolarEdge.
Das Unternehmen wird derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 1,63 Milliarden Euro bewertet. Während einzelne institutionelle Akteure Bestände leicht abbauten, überwiegt bei den jüngsten Meldungen das Interesse der Käufer.
Rückkehr zur Profitabilität trotz gedämpfter Prognose
Hintergrund der Investitionen ist eine gemischte Nachrichtenlage. Vor rund zwei Wochen legte das Unternehmen seinen Bericht für das zweite Quartal vor. SolarEdge konnte dabei einen Umsatz von 346,2 Millionen Dollar erzielen, was einem Anstieg von 19,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Besonders positiv werteten Marktteilnehmer das operative Ergebnis (Non-GAAP) von 10,2 Millionen Dollar. Damit kehrte das Unternehmen zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2023 in die operative Gewinnzone zurück.
Allerdings sorgte der Ausblick auf das laufende dritte Quartal für Verstimmung bei den Anlegern. Die Geschäftsführung prognostizierte einen Umsatz zwischen 310 Millionen und 340 Millionen Dollar. Diese Spanne liegt deutlich unter dem bisherigen Marktkonsens, der Medienberichten zufolge bei etwa 371,8 Millionen Dollar angesiedelt war.
Die Aktie reagierte daraufhin mit Volatilität, konnte sich jedoch zuletzt stabilisieren. Am Freitag schloss das Papier bei 26,55 Euro, womit der Titel seit Jahresbeginn ein Plus von 6,7 Prozent vorweisen kann.
Analysten justieren Kursziele nach unten
In Reaktion auf die konservative Prognose passten zahlreiche Analysehäuser ihre Erwartungen an. Die Analysten von Barclays senkten ihr Kursziel vor rund zwei Wochen von 53 auf 37 Dollar, behielten jedoch ihre neutrale Einstufung bei.
Die Experten der Deutschen Bank reduzierten ihr Ziel im selben Zeitraum auf 33 Dollar. Auch Morgan Stanley korrigierte die Erwartung auf 35 Dollar nach unten, was die allgemeine Zurückhaltung hinsichtlich der kurzfristigen Umsatzdynamik widerspiegelt.
Zusätzliche Bewegung in den Sektor brachten Berichte über neue politische Maßnahmen in den USA. Laut Reuters führte die US-Regierung unter Donald Trump vor rund zwei Wochen einen Zoll von 15 Prozent sowie Mindestpreise für Polysilizium-Importe ein.
Diese Entscheidung könnte die Kostenstrukturen und die Preisdynamik im gesamten Solarmarkt beeinflussen. SolarEdge reagierte darauf operativ bereits vor gut einem Monat mit der Vorstellung des Nexis Home Energy Systems in Kooperation mit ConnectDER, um die Unabhängigkeit bei der Energieversorgung für Haushalte weiter voranzutreiben.
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