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Solana: SoFi wickelt Kreditkarten ab

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 06:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SoFi wickelt sein Kreditkartenvolumen künftig per SoFiUSD über Solana ab. Der Stablecoin erreicht 300 Millionen US-Dollar Umlaufmenge.

SoFi verlagert 25-Milliarden-Dollar-Kartenprogramm auf Solana
Ein modernes Smartphone auf einem minimalistischen Schreibtisch in einem hellen Büro. Illustration mit AI erstellt.

Das Finanzunternehmen SoFi Technologies wickelt sein jährliches Kreditkartenprogramm im Volumen von rund 25 Milliarden US-Dollar künftig über die Blockchain ab. Als erste US-Bank mit nationaler Zulassung setzt das Institut dabei im Mastercard-Netzwerk auf die eigene Digitalwährung SoFiUSD – und nutzt dafür primär die Solana-Blockchain. Für das Netzwerk markiert dieser Schritt einen bedeutenden Vorstoß in die traditionelle Zahlungsinfrastruktur.

Milliardenvolumen im traditionellen Zahlungsverkehr

Die Migration betrifft das gesamte annualisierte Kartenprogramm der US-Bank. Händler erhalten Zahlungen direkt als Bargeldgutschrift über die SoFi Bank, ohne selbst Krypto-Wallets verwalten oder SoFiUSD halten zu müssen. Die Abwicklung läuft dabei rund um die Uhr.

Der bankeigene Stablecoin SoFiUSD, der von der SoFi Bank herausgegeben und vollständig durch Barreserven gedeckt wird, verzeichnete nach dem Start in der hauseigenen Banking-App ein rasches Wachstum. Das zirkulierende Angebot verdreifachte sich innerhalb von fünf Wochen auf 300 Millionen US-Dollar.

Mehr als 200 Millionen US-Dollar davon entfallen direkt auf das Solana-Netzwerk. Durch die Einbindung erschließt sich Solana den Zugang zu den rund 15,8 Millionen Mitgliedern des Finanzdienstleisters.

Wachsende Dominanz bei Stablecoins und KI-Zahlungen

Der Vorstoß von SoFi reiht sich in eine Serie institutioneller Integrationen ein. Erst Mitte des Monats integrierte die US-Bank Column den automatisierten Tausch von Stablecoins in US-Dollar und wählte Solana als Standard-Netzwerk.

Zudem festigt die Blockchain ihre Position im wachsenden Markt für automatisierte Zahlungen zwischen künstlichen Intelligenzen: Im Rahmen des x402-Protokolls, das Schnittstellen von Partnern wie Stripe und den Cloud-Schnittstellen von AWS nutzt, wickelt Solana rund 76 Prozent aller weltweiten Transaktionen ab. Das über dieses Protokoll transferierte Gesamtvolumen beläuft sich auf rund 50 Milliarden US-Dollar.

Flankiert wird diese funktionale Expansion von den jüngsten technischen Fortschritten des Netzwerks. Nach der Aktivierung von Transaction v1 vor rund zwei Wochen und dem Start des Konsens-Upgrades Alpenglow vor rund zwei Wochen profitiert das Ökosystem von einer spürbar höheren Transaktionskapazität. Die Blockzeiten konnten dabei auf bis zu 250 Millisekunden gesenkt werden, was den praktischen Einsatz im hochfrequenten Zahlungsverkehr erleichtert.

Analysten sehen langfristiges Ausbruchsmuster

Am Markt spiegelt sich die zunehmende Nutzung in einer deutlichen Erholung wider. Solana notiert aktuell bei 119,15 USD und liegt damit 27 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 94,09 USD.

Chartanalyst Peter Brandt verweist angesichts dieser Aufwärtsbewegung auf eine fünfjährige Konsolidierungsformation im Wochenchart. Sollte der Ausbruch über die Zwischenhochs gelingen, liege die entscheidende nächste Schlüsselmarke bei 240 US-Dollar.

Eine nachhaltige Bestätigung des übergeordneten Aufwärtstrends erfordere allerdings das dauerhafte Überwinden der Spanne zwischen 240 und 260 US-Dollar, während die Zone zwischen 80 und 85 US-Dollar als wesentliche Unterstützung nach unten fungiert.

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