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SoftBank Group Aktie: Batterie-Joint-Venture in Osaka

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 10:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SoftBank gründet Batterie-Joint-Venture in Japan und plant Anleihe über 1 Billion Yen zur Finanzierung seiner KI-Offensive.

SoftBank Group: Milliarden-Wette auf KI-Infrastruktur und Batteriefertigung
Abstrakte Darstellung moderner Batterietechnologie und industrieller Innovation in einer hochmodernen Laborumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

SoftBank Group treibt seine Expansion abseits des klassischen Telekommunikationsgeschäfts voran. Die Telekommunikationssparte des Konzerns hat mit dem südkoreanischen Batteriehersteller Cosmos Lab und dem KI-Unternehmen DeltaX ein Gemeinschaftsunternehmen in Japan gegründet. Ziel ist die Produktion großformatiger Batteriezellen und Energiespeichersysteme in einem Werk in Osaka.

Batteriegeschäft als neues Standbein

Die Fertigung soll im Geschäftsjahr bis März 2028 anlaufen, die Massenproduktion ein Jahr später folgen. SoftBank peilt für das Batteriegeschäft bis zum Geschäftsjahr 2030 einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Yen an, umgerechnet rund 6,38 Milliarden US-Dollar.

Die Speicherlösungen sollen unter anderem Rechenzentren für künstliche Intelligenz mit Energie versorgen sowie industrielle Anwendungen bedienen – ein Feld, das angesichts des steigenden Strombedarfs von KI-Infrastruktur zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Parallel zu diesem Vorstoß hat SoftBank mit Roze AI eine weitere Gesellschaft für KI-Infrastruktur aufgesetzt. Der Konzern bekräftigt zudem sein Engagement im Rechenzentrumsprojekt Stargate mit 500 Millionen US-Dollar und hält an seiner Beteiligung von bis zu 35 Milliarden US-Dollar an OpenAI fest. Damit setzt SoftBank seine Strategie fort, sich als zentraler Finanzierer und Infrastrukturpartner der globalen KI-Wirtschaft zu positionieren.

Anleihe soll milliardenschwere Investitionen absichern

Um diese Investitionsoffensive zu stemmen, bereitet SoftBank Group einen Anleiheverkauf über 1 Billion Yen vor. Das Kapital soll sowohl in KI-Investitionen fließen als auch zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten dienen.

Die Kombination aus Batterie-Joint-Venture, Beteiligung an OpenAI und Engagement bei Stargate zeigt, wie stark der Konzern seine Bilanz für den KI-Ausbau in Anspruch nimmt – ein Kurs, der bereits in der Vergangenheit für hohe Schwankungen bei der Aktie gesorgt hat.

Auch strategisch positioniert sich SoftBank neu: Der Konzern verfolgt laut einem Bericht der Nikkei eine sogenannte Neocloud-Strategie, bei der eine eigene Betriebssystem-Architektur international ausgerollt werden soll.

Im Inland setzt SoftBank auf eine regional verteilte KI-Verarbeitung, um sogenannte physische KI-Anwendungen zu unterstützen. Ein Anbieter in der Größenordnung von CoreWeave existiert nach diesem Bericht in Japan bislang nicht – SoftBank versucht offenbar, diese Lücke zu besetzen.

Kursbild bleibt volatil

An der Börse spiegelt sich die Risikofreude des Konzerns in einer hohen Schwankungsbreite wider. Die auf 30 Tage annualisierte Volatilität liegt bei 73 Prozent, ein Wert, der die Unsicherheit der Anleger über die milliardenschweren KI-Wetten unterstreicht.

Der Schlusskurs vom Mittwoch lag bei 28,06 Euro, nach einer Tagesveränderung von 1,4 Prozent; auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 2,9 Prozent. Der RSI von 42,7 signalisiert derzeit keine überkaufte oder überverkaufte Lage.

Die Marktkapitalisierung von umgerechnet 152,64 Milliarden Euro zeigt, dass Anleger die Expansionsstrategie insgesamt mittragen, auch wenn die kurzfristige Kursentwicklung uneinheitlich bleibt. Mit dem Vorstoß ins Batteriegeschäft erweitert SoftBank sein Ökosystem rund um KI-Infrastruktur um eine physische Komponente – vom Chip über die Cloud bis zur Energieversorgung der Rechenzentren.

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