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Snowflake Aktie: Slootman verkauft 300.000 Aktien

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Frank Slootman veräußert 300.000 Snowflake-Aktien nach Optionsausübung. Zugleich erweitert der Cloud-Konzern die Kostenkontrolle für KI-Nutzung.

Snowflake-Aktie: Ex-Chef Slootman verkauft Anteile für 100 Millionen Dollar
Abstrakte Darstellung einer modernen Cloud-Infrastruktur mit blauem Licht in einer professionellen Serverumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Frank Slootman, Direktor und früherer Vorstandsvorsitzender von Snowflake, hat im Rahmen eines vorgegebenen Handelsplans Kasse gemacht. Am Freitag und am Montag veräußerte er insgesamt 300.000 Anteilsscheine des Cloud-Spezialisten. Der Bruttoerlös der Transaktionen belief sich auf rund 100,35 Millionen US-Dollar.

Den Verkäufen ging die Ausübung von Optionen zu einem Basispreis von 8,88 US-Dollar je Aktie voraus. Nach Abwicklung der Verkäufe schrumpfte Slootmans direkt gehaltener Bestand auf 19.024 Stammaktien. Indirekt hält der Manager über einen Trust jedoch weiterhin 210.029 Papiere.

Die Verkäufe erfolgten vollautomatisch über eine im September 2025 festgelegte Vereinbarung nach Rule 10b5-1. Solche Pläne sollen Insidern einen regelbasierten Ausstieg ermöglichen, ohne mit Vorwürfen unzulässiger Informationsvorteile konfrontiert zu werden. Slootman trennte sich in den vergangenen drei Monaten bereits schrittweise von größeren Aktienpaketen.

Parallel zu seinen Aktivitäten bei Snowflake übernimmt der frühere Unternehmenslenker neue Aufgaben in der Branche. Die Londoner Cloud-Plattform Nscale berief Slootman zum unabhängigen Verwaltungsratsmitglied. Slootman hatte Snowflake zwischen 2019 und 2024 geführt und an die New Yorker Börse begleitet.

Erweiterte Kostenkontrolle für KI-Anwendungen

Auf Produktebene reagiert Snowflake auf die wachsende Nachfrage nach generativer künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Der Konzern schaltete nutzerbezogene Kontingente für die Plattform Cortex AI Functions allgemein frei. IT-Verantwortliche können damit den Verbrauch teurer Rechenressourcen steuern.

Mit den neuen Einstellungen lassen sich tägliche oder monatliche Obergrenzen für einzelne Mitarbeiter festlegen. Erreicht ein Anwender sein Limit, blockiert das System weitere Abfragen automatisch. Diese Absicherung gilt für Unternehmenskunden als entscheidend, um unkontrollierte Kostenexplosionen beim Einsatz großer Sprachmodelle zu unterbinden.

Analystenlob und Kurserholung

Unter den Analystenhäusern stieß die strategische Ausrichtung auf anhaltenden Zuspruch.

Im gestrigen Handel schloss das Papier bei 295,50 Euro. Mit diesem Niveau weist die Aktie seit Jahresanfang ein Kursplus von 55 Prozent auf. Die Notierung behauptet sich damit nach den Tiefständen des Frühjahrs auf deutlich gefestigtem Niveau.

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