Smurfit, Westrock

Smurfit Westrock Aktie: Expansion in Chile

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 08:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Verpackungskonzern will CMPCs chilenisches Geschäft übernehmen; der Abschluss ist für die erste Hälfte 2027 vorgesehen.

Smurfit Westrock vereinbart Chile-Kauf für 420 Millionen Dollar
Moderne industrielle Papierverpackungsanlage in einer bergigen Landschaft bei Sonnenuntergang Illustration mit AI erstellt.

Smurfit Westrock greift in Lateinamerika weiter zu. Der Verpackungskonzern hat eine Vereinbarung zur Übernahme des chilenischen Containerboard- und Wellpappe-Geschäfts von Empresas CMPC geschlossen. Der Kaufpreis liegt bei 420 Millionen Dollar.

Damit zahlt Smurfit Westrock nach eigenen Angaben weniger als das Sechsfache des bereinigten EBITDA nach Synergien — ein moderater Multiplikator für eine Übernahme dieser Größenordnung. Finanziert werden soll der Deal komplett aus eigenen liquiden Mitteln, ohne neue Schulden aufzunehmen.

Was Smurfit Westrock in Chile bekommt

Das Paket umfasst eine Recycling-Papierfabrik in Santiago mit einem Netzwerk an Sammelstellen für Altpapier, drei Wellpappe-Werke und eine Anlage für Faserformteile. Die Papierfabrik produziert rund 250.000 Tonnen pro Jahr und soll das regionale Papiersystem des Konzerns stärken.

Strategisch geht es um mehr als nur den chilenischen Markt selbst. Die Anlagen sollen künftig Recyclingpapier für die Aktivitäten in Argentinien, Peru und Ecuador liefern. Parallel dazu will Smurfit Westrock Kraftliner aus Brasilien und Nordamerika in die neu erworbenen Wellpappe-Werke in Chile leiten — ein Schritt, der die Logistikketten über mehrere südamerikanische Länder hinweg enger verzahnt.

Firmenchef Tony Smurfit bezeichnete die Gelegenheit als selten und verwies auf die jahrzehntelange Expertise, die CMPC in das Geschäft eingebracht habe. Der Deal soll den Konzern zum führenden Anbieter im chilenischen Markt für Containerboard und Wellpappe machen und fügt sich in den bereits kommunizierten mittelfristigen Wachstumsplan für die Latam-Region ein, der bis 2030 reicht.

Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Hälfte 2027 vorgesehen und steht unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen, darunter behördliche Genehmigungen. Die Aktie reagierte am Handelstag der Ankündigung nahezu unverändert und schloss an der New Yorker Börse bei 46,49 Dollar.

Für Anleger bleibt festzuhalten: Der Deal ist strategisch klar begründet, aber noch nicht vollzogen. Bis zur regulatorischen Freigabe und dem geplanten Closing 2027 bleibt die Integration der chilenischen Assets ein Vorhaben auf dem Papier.

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