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Smiths Group Aktie: TSA erteilt Level-2AB-Zertifizierung

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 04:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Smiths Detection erhält wichtige TSA-Freigabe und stärkt mit weiterer Luftfracht-Zulassung die Position bei automatisierter Flughafensicherheit.

Smiths Group erhält US-Zulassung für KI-Sicherheitssoftware
Moderne Sicherheitstechnik an einem Flughafen in einer professionellen, atmosphärischen Darstellung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Smiths Group hat durch ihre Tochtergesellschaft Smiths Detection einen bedeutenden regulatorischen Erfolg auf dem US-Markt erzielt. Wie am gestrigen Donnerstag bekannt wurde, hat die Transportsicherheitsbehörde TSA die Level 2AB-Zertifizierung für die neue Checkpoint-Screening-Software des Unternehmens erteilt.

Diese Zertifizierung bestätigt, dass die auf künstlicher Intelligenz basierende Lösung die strengsten US-Anforderungen für die Erkennung von Explosivstoffen erfüllt und ebnet den Weg für den verstärkten Einsatz an US-Flughäfen.

Zertifizierungserfolg auf dem US-Markt

Die nun zertifizierte Software nutzt Machine-Learning-Algorithmen, um Handgepäckbilder in Echtzeit zu analysieren und potenzielle Bedrohungen automatisiert zu identifizieren.

Parallel zur Zulassung der Checkpoint-Software erreichte das System HI-SCAN 10080 XCT für die Frachtkontrolle den qualifizierten Status auf der TSA-Liste für Luftfracht-Screening-Technologien. Zudem hält das Modell HI-SCAN 6040 CTiX weiterhin seine Zertifizierungen im Rahmen des Programms für zugelassene Kontrollsysteme.

Diese technischen Meilensteine kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Behörden ihre Sicherheitsinfrastruktur modernisieren. Die TSA stellte am gestrigen Donnerstag ihre neue Strategie „Horizon 25“ vor.

Während ältere Privatisierungsprogramme aus der vorangegangenen Regierungszeit ersetzt werden, bleibt das Screening Partnership Program (SPP), an dem aktuell 20 Flughäfen teilnehmen, bestehen. Die Behörde plant zudem den weiteren Ausbau von PreCheck-Verfahren und Investitionen in die Drohnenabwehr, was langfristige Absatzchancen für spezialisierte Sicherheitsdienstleister bietet.

Modernisierungswelle an internationalen Terminals

Nicht nur in den USA, sondern weltweit treiben Flughäfen die Installation moderner Computer-Tomographie-Scanner (CT-Scanner) voran. In Europa setzen bereits Flughäfen in Deutschland, Italien, Rumänien und der Schweiz auf die Technologie von Smiths Detection.

Der Einsatz dieser 3D-Scanner ermöglicht es Passagieren, Flüssigkeiten bis zu einer Menge von zwei Litern sowie Laptops im Handgepäck zu belassen, was die Abfertigungsgeschwindigkeit deutlich erhöht.

In Brüssel ist die vollständige Installation solcher Systeme bis zum Jahr 2028 geplant. Die globale Umstellung verläuft jedoch schrittweise: In den USA verfügen aktuell erst 255 von 432 Flughäfen über die entsprechende Hardware. Experten gehen davon aus, dass eine flächendeckende Ausstattung der US-Flughäfen erst bis zum Jahr 2043 abgeschlossen sein wird.

Während andere Wettbewerber wie Leidos ebenfalls Marktanteile gewinnen – zuletzt etwa durch eine Installation am Flughafen Punta Cana –, sichert Smiths Detection durch die neuen Zertifizierungen seine Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der automatisierten Bedrohungserkennung.

Marktposition und Kursentwicklung

Die technologische Marktführerschaft bei der automatisierten Bildanalyse zahlt sich für das Unternehmen aus, da immer mehr Betreiber auf Softwarelösungen setzen, die ohne manuelle Eingriffe Drogen oder nicht deklariertes Bargeld identifizieren können.

Die operative Stabilität zeigte sich zuletzt auch in den Krisenjahren 2025 und 2026, in denen Flughäfen mit privater Sicherheitsbeteiligung weniger Störungen während staatlicher Finanzierungsengpässe verzeichneten.

Mit einem Schlusskurs von 31,00 € am gestrigen Donnerstag bewegt sich die Aktie der Smiths Group in einem stabilen Umfeld. Seit Jahresbeginn hat der Wert um 13 % zugelegt und behauptet sich damit deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 29,31 € verläuft.

Das Papier notiert damit nur etwa 5,5 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 32,80 €, das Anfang August markiert wurde. Die jüngsten Zertifizierungen untermauern die Erwartung, dass das Unternehmen von der langfristigen Modernisierung der globalen Reiseinfrastruktur profitieren kann.

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