Smi, Zürich

Smi: Zürich trotzt Eurozonen-Sorgen

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 18:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Schweizer Leitindex gewann 0,31 Prozent; Sorgen um Staatsfinanzen und Energiepreise belasteten die Märkte der Eurozone.

SMI legt zu, während Euro-Börsen unter Schuldenängsten leiden
Finanzviertel am Zürcher Paradeplatz in der Dämmerung mit klassischer Architektur und Geschäftsleuten. Illustration mit AI erstellt.

Während die Börsen der Eurozone mit Schuldenängsten kämpfen, schaut der Schweizer Leitindex von der Seitenlinie zu. Der SMI schloss zum Wochenstart 0,31 Prozent höher bei 13.703,53 Punkten und knüpfte damit an die Gewinne vom Freitag an. Der Euroraum kam im Vergleich kaum vom Fleck.

Zinssorgen lassen nach

Als wichtigster Treiber gilt der US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag. Die schwächer als erwartet ausgefallenen Daten dämpften nach Einschätzung von Börsianern die akuten Zinssorgen deutlich. Nach einem zunächst unentschlossenen Auftakt griffen die Investoren in Zürich am Montag mehrheitlich zu. Zur Mittagszeit lag der SMI sogar noch bei plus 0,5 Prozent, am Ende blieb etwas weniger übrig.

Das Bild in der Eurozone fiel schwächer aus. Der EuroStoxx 50 drehte nach moderatem Start zeitweise ins Minus und beendete den Tag nur 0,06 Prozent höher. Der britische FTSE 100 gewann 0,34 Prozent, getragen vor allem von Energiewerten.

Warum der Euroraum bremst

Belastet wurden die Euro-Börsen vom wachsenden Misstrauen in die Kreditwürdigkeit einiger Mitgliedsländer. Die Anleihenrenditen stiegen, der Euro fiel auf den tiefsten Stand seit Mai 2025. Besonders Frankreich steht wegen seiner hohen Staatsverschuldung im Blick. Hinzu kommt Spanien: Regierungschef Pedro Sanchez kündigte nach dem Scheitern seiner Wohnungsdekrete vorgezogene Neuwahlen an.

Die hohen Ölpreise verschärfen die Lage. Marktexperte Andreas Lipkow von CMC Markets spricht von einem „schweren Rucksack" aus Energiepreisen, Renditen und Haushaltssorgen. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners verweist darauf, dass sich die Lage am Terminmarkt schlimmer darstelle als der Spotpreis vermuten lasse. Für Juni 2027 werde fast täglich ein neuer Rekord erreicht.

Einzelwerte im Umfeld

Europaweit zeigten sich die Chemiewerte stark. In Zürich legte Givaudan um 1,0 Prozent zu, nachdem Barclays die Aktie auf „Overweight" hochgestuft hatte. Analyst Alex Sloane erwartet, dass die Kursschwäche seit Jahresbeginn im zweiten Halbjahr nachlässt.

Die Schweizer Börse profitiert damit von einem Vorteil: Sie liegt außerhalb der Eurozone und ist von den Staatsanleihe-Turbulenzen weniger betroffen. Solange die Renditedifferenzen im Euroraum Thema bleiben und die US-Zinssorgen schwach ausfallen, dürfte der SMI im Vergleich robust bleiben. Die Marke von 13.700 Punkten dient dabei als erste Orientierung für die kommenden Handelstage.

Anzeige

Smi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Smi-Analyse vom 5. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Smi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Smi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Smi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | MA0000010068 | SMI | boerse | 70235071 |