Smi Aktie: Ölpreis diktiert Tempo
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 20:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Schweizer Leitindex hat sich einen turbulenten Dienstag geliefert, ohne am Ende viel zu bewegen. Nach dem starken Wochenauftakt pendelte der SMI zwischen Gewinn und Verlust und schloss praktisch unverändert bei 13.953 Punkten. Kurzzeitig kratzte der Index erstmals seit zwei Wochen an der Marke von 14.000 Zählern — konnte sie aber bis Handelsschluss nicht halten.
Treiber des Tages war einmal mehr der Ölpreis. Berichte, wonach der Iran anbot, die Straße von Hormus innerhalb einer Woche wieder zu öffnen, sollte Washington im Gegenzug seine Blockade der iranischen Häfen lockern, ließen den Brentpreis zeitweise unter 98 Dollar fallen.
Die Erleichterung hielt allerdings nicht lange: US-Präsident Donald Trump drohte vor der UN-Generalversammlung mit der "Auslöschung" des Irans, sollte kein Deal zustande kommen. Brent erholte sich daraufhin wieder auf knapp 100 Dollar, und der SMI gab seine zwischenzeitlichen Gewinne komplett ab.
Bausektor gefragt, UBS unter Druck
Unter den 20 SMI-Werten standen 14 Gewinnern nur sechs Verlierer gegenüber — das Gesamtbild blieb dennoch flach. Besonders gefragt waren Bautitel: VAT Group legte um knapp 4 Prozent zu, Geberit gewann 3,2 Prozent, auch Amrize und Holcim profitierten von der europaweiten Stärke des Sektors. Kühne + Nagel stieg um 2,85 Prozent, gestützt sowohl von der Kooperation mit Amazon als auch vom niedrigeren Ölpreis.
Auf der Verliererseite dominierte UBS mit einem Rückgang von 3,4 Prozent. Belastend wirkte die anhaltende Debatte um die Bankenregulierung in der Schweiz. Auch Zurich Insurance und Swiss Life gaben nach, um 2,1 respektive 1,65 Prozent.
Abseits der Einzelwerte lieferte die Schweizerische Nationalbank einen bemerkenswerten Datenpunkt: Der Leistungsbilanzüberschuss weitete sich im zweiten Quartal 2026 auf 23,7 Milliarden Franken aus, nach einem nach unten revidierten Wert von 10,2 Milliarden Franken im Vorjahresquartal. Das ist der höchste Überschuss seit dem ersten Quartal 2025.
Die Blicke der Anleger richten sich nun auf Donnerstag. Dann treffen sich Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping zu einem Gipfel, von dem sich Börsianer positive Impulse erhoffen — sollte die geopolitische Lage rund um den Iran zwischenzeitlich nicht erneut für Unruhe sorgen.
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