SmartFinancial, Aktie

SmartFinancial Aktie: Wachstum frisst Marge

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 17:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Nettogewinn stieg auf 18,6 Millionen Dollar; zugleich sank die Nettozinsmarge im dritten Quartal auf 3,45 Prozent.
Abstrakte Darstellung einer modernen Büroarchitektur im Gegenlicht als Symbol für unternehmerisches Wachstum und Margendruck. Illustration mit AI erstellt.

SmartFinancial liefert ein Rekordquartal und schlägt die Gewinnerwartungen deutlich. Unter der Oberfläche zeigt sich jedoch ein Widerspruch: Die Zinsmarge ist gesunken, weil die Einlagen teurer werden.

Gewinn über den Erwartungen

Die Regionalbank aus Knoxville verdiente im dritten Quartal 1,10 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit 0,96 Dollar gerechnet. Der Nettogewinn lag bei 18,6 Millionen Dollar, im Vorjahresquartal waren es 13,7 Millionen. Beim Umsatz blieb die Bank mit rund 56,5 Millionen Dollar knapp unter der Konsensschätzung von 57,7 Millionen.

Die Aktie schloss am Montag bei 50,51 Dollar und gab nachbörslich zunächst nach. Im Handel am Dienstag lag sie zeitweise leicht im Plus bei 50,76 Dollar, nahe dem Jahreshoch.

Kredite wachsen kräftig

Das Kreditbuch legte um 174 Millionen Dollar zu, hochgerechnet auf das Jahr sind das 15 Prozent. Die Kerneinlagen wuchsen um 163 Millionen Dollar. Die Bilanzsumme liegt inzwischen bei 6,3 Milliarden Dollar.

Ein Teil des Gewinnsprungs hat eine Sonderquelle: Ein Steuervorteil von 2,6 Millionen Dollar aus dem Kauf übertragbarer Energiesteuergutschriften drückte die Steuerlast. Sie sank auf 1,9 Millionen Dollar nach 4,2 Millionen im Vorquartal.

Marge unter Druck

Die Nettozinsmarge fiel auf 3,45 Prozent, nach 3,52 Prozent im zweiten Quartal. Die Kosten für Einlagen stiegen auf 2,26 Prozent. Finanzchef Ron Gorczynski sprach von einer Beta von rund 70 Prozent, die Bank sei gegenüber Zinsbewegungen derzeit "ziemlich neutral" aufgestellt.

Auch die Kosten legten zu: Die Aufwendungen stiegen um 2,4 Millionen auf 36,4 Millionen Dollar. Die Problemkredite nahmen leicht zu, die Quote notleidender Aktiva liegt bei 0,25 Prozent. Die Nettoabschreibungen blieben mit 0,06 Prozent der Kredite niedrig.

Ausblick für das vierte Quartal

Das Management rechnet mit einer stabilen Marge von rund 3,45 Prozent. Der Zinsüberschuss soll um etwa 3 Prozent steigen, das Kreditwachstum auf ähnlichem oder leicht höherem Niveau bleiben. Die Gebühreneinnahmen dürften saisonbedingt auf etwa 7,5 Millionen Dollar sinken, weil das Hypothekengeschäft nachlässt. Die Kosten sollen zwischen 35,0 und 35,5 Millionen Dollar liegen.

Bei Zukäufen gibt sich Konzernchef Billy Carroll zurückhaltend: Organisches Wachstum habe Vorrang, ein Deal müsse die Bank "besser und nicht nur größer" machen. Die Quartalsdividende beträgt 0,09 Dollar je Aktie.

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