Smart Global Aktie: Gewinn schlägt Umsatz
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 00:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Zahlen sind stark, die Prognose noch stärker. Smart Global, inzwischen unter dem Namen Penguin Solutions am Markt, hat für das vierte Geschäftsquartal einen Gewinn von 1,00 Dollar je Aktie gemeldet. Analysten hatten mit 0,77 Dollar gerechnet. Der Umsatz lag bei 567 Millionen Dollar, erwartet waren rund 520 Millionen.
Die Aktie legte im regulären Handel um 5,8 Prozent auf 64,21 Dollar zu. Nachbörslich kam ein weiteres Plus von gut 3 bis 5 Prozent hinzu, je nach Zeitpunkt.
KI und Speicher tragen das Wachstum
Der Umsatz wuchs im Quartal um 68 Prozent. Der Gewinn je Aktie stieg um 133 Prozent, das Unternehmen profitiert also von deutlichem operativem Hebel. Die KI-nahen Geschäfte, also KI-Infrastruktur abseits der Hyperscaler und integrierter Speicher, machten 78 Prozent der Erlöse aus. Sie wuchsen um 141 Prozent.
Treiber ist vor allem der Speicherbereich. Er steuerte 341 Millionen Dollar bei, ein Plus von 158 Prozent. Das Segment Advanced Computing legte nur um 11 Prozent zu, doch die darin enthaltene KI-Infrastruktur verdoppelte sich nahezu. Im Quartal kamen sechs neue Kunden hinzu, darunter vier sogenannte Neoclouds. Zu den Aufträgen zählt der Betrieb einer KI-Fabrik mit 36.000 GPUs in Norwegen.
Über das Gesamtjahr kletterte der Umsatz um 26 Prozent auf 1,73 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie stieg um 51 Prozent auf 2,87 Dollar.
Prognose deutlich über den Erwartungen
Für das Geschäftsjahr 2027 peilt das Management ein Umsatzplus von etwa 40 Prozent an, mit einer Schwankungsbreite von jeweils 10 Prozentpunkten. Das entspricht rund 2,43 Milliarden Dollar.
Beim Gewinn je Aktie stellt die Führung etwa 4,45 Dollar in Aussicht, die Analystenschätzung lag bei 3,38 Dollar. Im Sommer hatte das Unternehmen noch ein vorläufiges Wachstum von etwa 30 Prozent skizziert.
Begründet wird die Anhebung mit höheren Auftragseingängen und einem Rekord-Auftragsbestand. Im Speichergeschäft reicht dieser mindestens vier Quartale in die Zukunft.
Schwachstellen in der Bilanz
Ein Makel bleibt: Das Wachstum bindet viel Kapital. Der operative Cashflow war im Quartal mit minus 163 Millionen Dollar deutlich negativ. Die Lagerbestände stiegen binnen eines Jahres von 255 auf 749 Millionen Dollar. Die liquiden Mittel liegen nach einer Wandelanleihe über 750 Millionen Dollar bei 647 Millionen.
Außerdem verwies das Management auf einen möglichen Margendruck durch Hardware-lastige KI-Projekte. Die Bruttomarge soll 2027 bei etwa 28 Prozent liegen, nach 29,3 Prozent im abgelaufenen Jahr.
Personell gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Stephen Cumming übernimmt das Amt des Finanzchefs. Der bisherige Interimschef Aaron Johnson kehrt auf seine frühere Position zurück.
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