SMAG, Aktie

SMAG Aktie: Marge bricht ein trotz Rekordbestand

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 07:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SMAG steigerte im ersten Halbjahr Umsatz und Gesamtleistung, während Ausbaukosten und Projektmix das bereinigte EBIT belasteten.

SMAG Aktie: Halbjahresumsatz wächst, bereinigte EBIT-Marge sinkt
Industrielle Fertigungshalle mit einem präzisen mechanischen Bauteil auf einer Werkbank im Fokus. Illustration mit AI erstellt.

Mehr Umsatz, weniger Gewinn: SMAG Mobile Antenna Masts liefert für das erste Halbjahr 2026 Zahlen, die auf den ersten Blick widersprüchlich wirken. Die Gesamtleistung des Salzgitteraner Herstellers von militärischen Mastsystemen legte deutlich zu, während die Profitabilität einbrach. Der Grund liegt im Produktionshochlauf, den das Unternehmen aktuell durchläuft.

Wachstum mit Nebenwirkungen

Die Gesamtleistung stieg im ersten Halbjahr um 20 Prozent auf 20,2 Millionen Euro, der Umsatz kletterte um 15 Prozent auf 12,6 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT sackte dagegen von 2,7 Millionen auf 0,5 Millionen Euro ab — die Marge fiel von 16,3 auf 2,6 Prozent. SMAG begründet den Rückgang mit den Kosten des laufenden Kapazitätsausbaus und einem ungünstigeren Projekt- und Produktmix.

Positiv fällt der Free Cashflow auf, der sich von minus 1,5 Millionen auf plus 0,6 Millionen Euro drehte. Höhere Kundenanzahlungen und ein verbessertes Working Capital stützten diese Entwicklung.

Auftragsbestand bleibt der Trumpf

Der Gesamtauftragsbestand verharrt bei 1,4 Milliarden Euro — ein Wert, der die Visibilität für die kommenden Jahre unterstreicht. Deutlich dynamischer entwickelten sich die Festaufträge: Sie stiegen um 30 Prozent auf 182 Millionen Euro, nach 140 Millionen Euro Ende 2025. Getrieben wurde dieser Anstieg von einem im Juni unterzeichneten Auftrag zur NATO-Ostflanke mit einem Nettovolumen von rund 34 Millionen Euro.

Bereits am Vortag hatte SMAG einen weiteren Festauftrag vermeldet: Ein europäischer Tier-1-Kunde beauftragte die Ertüchtigung bestehender Mastsysteme mit einem Volumen von rund 6 Millionen Euro im Servicesegment. Vorstandschef Ulrich Feindt sprach von einem Beleg für das Vertrauen der Kunden in die Fähigkeiten des Unternehmens im Servicebereich.

Der Vorstand bestätigte die Jahresprognose für 2026 mit einer Gesamtleistung zwischen 55 und 60 Millionen Euro und einer bereinigten EBIT-Marge von 19 bis 21 Prozent. Diese Spanne setzt voraus, dass sich Zulieferungen und kundenseitige Abnahmeprozesse planmäßig entwickeln — eine Bedingung, die angesichts der laufenden Ramp-up-Phase nicht trivial ist.

Für 2027 und darüber hinaus rechnet das Management mit deutlich höheren Ausbringungsmengen, gestützt auf den Kapazitätsausbau und eine breitere Lieferantenbasis. Ob sich die aktuell schwache Marge im zweiten Halbjahr erholt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie schnell der Produktionshochlauf abgeschlossen wird und welcher Projektmix zur Abrechnung kommt.

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