SLR Group: Ergebnis am unteren Ende
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 09:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die SLR Group hat ihre Zahlen für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 vorgelegt — und liefert ein gemischtes Bild. Der Umsatz wächst zweistellig, das Ergebnis kratzt aber nur knapp an der unteren Grenze der eigenen Prognose.
Wachstum trifft auf Margendruck
Im vierten Quartal steigerte der Sphäroguss-Spezialist aus St. Leon-Rot den Umsatz um 6 Prozent auf 57,9 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA sank dabei auf 4,9 Millionen Euro, die Marge fiel von 11,2 auf 8,5 Prozent. Für das Gesamtjahr steht ein Umsatzplus von 10 Prozent auf 213,3 Millionen Euro zu Buche.
Beim Ergebnis wird es enger: Das vorläufige bereinigte EBITDA lag mit 17,7 Millionen Euro exakt am unteren Rand der zuletzt kommunizierten Spanne von 18 bis 20 Millionen Euro. Das IFRS-EBITDA erreichte 15,9 Millionen Euro.
Beim Absatz übertraf SLR mit 107 Kilotonnen zwar die ursprüngliche Prognose von rund 105 Kilotonnen, blieb aber unter dem im dritten Quartal angehobenen Ziel von 110 Kilotonnen zurück.
Der Grund für die schwächere Marge liegt laut Unternehmen im veränderten Produktmix und in operativen Herausforderungen am Standort Elsterheide. Genau dort will das Management jetzt ansetzen, um die Effizienz zu steigern und die Marge bei weiter wachsenden Volumina zu stärken.
Neuer Vertriebschef, vorsichtiger Ausblick
Zum 1. September übernimmt Lars Kräft als neuer Chief Sales Officer die Nachfolge von Karlheinz Schwarzbach und soll die Kundenbeziehungen sowie eine konsequentere Preisgestaltung vorantreiben. Für das Kerngeschäft zeichnet sich ein zweigeteiltes Bild ab: Während der Agrarsektor nach Einschätzung des Managements unter Druck bleibt, soll sich die Stabilisierung im Bauwesen fortsetzen.
Für das Geschäftsjahr 2026/27 rechnet SLR mit einer Produktions- und Absatzmenge von 115 bis 120 Kilotonnen — ein weiterer Anstieg gegenüber den 107 Kilotonnen des abgelaufenen Jahres.
Eine konkrete Ergebnisprognose bleibt das Unternehmen vorerst schuldig, sie soll erst mit dem finalen Geschäftsbericht folgen. Bis dahin bleibt offen, ob sich die margenschwächere Entwicklung aus dem vierten Quartal fortsetzt oder ob die angekündigten Effizienzmaßnahmen in Elsterheide greifen.
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