Slate Grocery REIT Aktie: Übernahme durch Brixmor und Everview vereinbart
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 19:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Slate Grocery REIT steht vor einer vollständigen Übernahme. Wie das Immobilienunternehmen heute mitteilte, wurde eine verbindliche Vereinbarung mit einem Joint Venture aus Brixmor Property Group und Everview Partners geschlossen. Die Investoren bieten 13,00 US$ je Anteilsschein in bar. Auf Basis des Unternehmenswerts wird die Transaktion mit rund 2,3 Milliarden US$ bewertet.
Die Übernahmeofferte markiert den Schlusspunkt eines Prozesses zur Prüfung strategischer Optionen. Das Vorhaben sieht vor, Slate Grocery REIT von der Börse zu nehmen und die Notierung an der Toronto Stock Exchange zu beenden.
Abschluss für Anfang 2027 anvisiert
Der Vollzug der Transaktion wird für das erste Quartal 2027 angestrebt. Bis dahin müssen allerdings noch wesentliche Hürden genommen werden. So steht der Zusammenschluss unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Anteilsinhaber sowie einer gerichtlichen Genehmigung.
Mit dem Vollzug der Übernahme gehen zudem strukturelle Bereinigungen einher. Medienberichten zufolge ist bei Abschluss der Transaktion eine Zahlung in Höhe von 50 Millionen US$ vorgesehen, um den bestehenden Managementvertrag mit Slate Asset Management aufzulösen.
Ausschüttungen bis zum Vollzug ausgesetzt
Für Anleger bringt die Vereinbarung Klarheit über den künftigen Dividendenkurs. Slate Grocery REIT hatte die monatlichen Barausschüttungen bereits in der vergangenen Woche ausgesetzt, während ein unabhängiger Sonderausschuss die strategischen Alternativen evaluierte. Als Begründung nannte das Unternehmen damals das Bestreben, die finanzielle und strategische Handlungsfähigkeit zu erhöhen.
Im Zuge der nun geschlossenen Übernahmevereinbarung wurde festgelegt, dass ab Oktober 2026 bis zum formellen Abschluss keine weiteren Ausschüttungen mehr beschlossen oder ausgezahlt werden. Anleger erhalten stattdessen die zugesagte Barabfindung bei Vollzug des Verkaufs.
Analysten reagierten zuvor skeptisch
Die Unsicherheit im Vorfeld des Deals hatte am Markt deutliche Spuren hinterlassen. Erst am Freitag reagierten Analystenhäuser mit deutlichen Anpassungen auf die damalige Streichung der Ausschüttung und die Ungewissheit des Prüfprozesses.
Analyst Sairam Srinivas von ATB Cormark stufte die Papiere am Freitag von „Sector Perform“ auf „Underperform“ ab. Zugleich kappte er das Kursziel um 5 US$ auf 8 US$. Als Begründung führte er die ausgesetzte Ausschüttung an, die das Profil des Titels als ertragsorientiertes Investment grundlegend verändert habe.
Auch Scotiabank senkte am Freitag das Kursziel für den Titel von 11,00 US$ auf 8,75 US$, beließ die Einstufung jedoch auf „Sector Perform“. Die Experten hatten zu diesem Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Privatisierungsgeschäfts noch vorsichtiger beurteilt. Mit der heute präsentierten Barofferte liegt das Übernahmeangebot nun deutlich über den jüngsten Kurszielen der beiden Häuser.
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