Skydance Aktie: Warner-Deal vollzogen
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 07:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Hollywood beginnt eine neue Zeitrechnung. Paramount hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery abgeschlossen, die Transaktion hat ein Volumen von rund 110 Milliarden Dollar. Das fusionierte Unternehmen heißt künftig Skydance Corporation und kombiniert zwei Studios, zwei Streamingdienste und mit CBS und CNN gleich zwei große Nachrichtensender.
Neuer Name, neues Kürzel
Die Class-B-Aktien werden seit Dienstag an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel "SKYD" gehandelt. Die Warner-Aktionäre erhielten 31,01666668 Dollar je Aktie in bar, die WBD-Papiere sind nicht mehr an der Nasdaq notiert. Die Wettbewerbsbehörden aus knapp 70 Jurisdiktionen hatten dem Zusammenschluss zugestimmt.
Finanziert wurde der Deal unter anderem mit 47 Milliarden Dollar frischem Eigenkapital in Class-B-Aktien zu je 12,00 Dollar. Angeführt wurde die Runde von der Familie Ellison und RedBird, auch Staatsfonds aus Saudi-Arabien und Katar beteiligten sich. Die Schuldenfinanzierung führten Bank of America, Citigroup und Apollo an. Die Ellisons und RedBird halten zudem sämtliche Class-A-Aktien und damit alle Stimmrechte.
Synergien und Schuldenabbau
Das Management will innerhalb von drei Jahren mindestens sechs Milliarden Dollar an jährlichen Synergien heben. Sparpotenzial sehen die Verantwortlichen vor allem bei Technologie, Einkauf, Marketing und Immobilien. Der Konzern setzt knapp 70 Milliarden Dollar um.
Die Schuldenlast ist der heikle Punkt. Die Netto-Verschuldung soll bis Ende 2029 auf das Zielniveau des Dreifachen des operativen Ergebnisses sinken. Bis 2030 peilt das Unternehmen mehr als zehn Milliarden Dollar freien Cashflow an. Marktbeobachter dürften genau darauf achten, ob die Integration diese Ziele trägt.
Strategie: Kino, Streaming, Sport
Mindestens 30 Kinofilme pro Jahr mit jeweils 45 Tagen exklusivem Kinofenster hat Skydance zugesagt. Dazu kommen über 180 TV-Serien. Die beiden Streamingangebote mit zusammen mehr als 200 Millionen Abonnenten sollen mit der Zeit zu einem einzigen Dienst verschmelzen. Zum Portfolio zählen Marken wie HBO, Harry Potter, Top Gun und TNT Sports.
Konzernchef David Ellison sprach von einem historischen Tag für die Branche. Konkret wird es mit der Integration: Der Zeitplan sieht den Schuldenabbau bis Ende 2029 vor, die Synergieziele sollen binnen drei Jahren erreicht werden.
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